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Delegation besucht Gernika

Wunstorf Delegation besucht Gernika

Zu der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Bombardierung von Gernika (auch Guernika) wird auch eine zwanzigköpfige Abordnung aus Wunstorf, Neustadt und Hannover anreisen. Organisiert wird die einwöchige Fahrt vom Arbeitskreis Regionalgeschichte und dem Bildungswerk der Gewerkschaft Verdi.

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Die Wunstorfer Birgit Mares (von links) sowie Katrin und Lothar Porcher reisen gemeinsam mit dem Neustädter Hubert Brieden, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Regionalgeschichte, zur Gedenkveranstaltung nach Gernika.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Für Birgit Mares wird es der zweite Besuch sein. 2014 hatte die Grünenpolitikerin Wunstorf als stellvertretende Bürgermeisterin vertreten. Damals wurde sie in der baskischen Zeitung "Gara" mit den Worten "Wir können nicht fortfahren, die Verantwortung unserer Stadt zu negieren" zitiert. Das auch in Wunstorf stationierte Kampfgeschwader namens Boelcke war an der ersten flächendeckenden Bombardierung einer Stadt, am 26. April 1937, beteiligt gewesen.

Für Mares ist es eine Herzensangelegenheit, dass die Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten. "Mich hat dieser Gedenktag sehr beeindruckt", sagte sie. Den Besuch möchte Mares nutzen, um auch einen offiziellen Vertreter nach Wunstorf zu holen, wenn im September Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und Kommodore Ludger Bette einen Gedenkstein an die Bombardierung auf dem Fliegerhorst enthüllen werden. Außerdem sucht sie für die evangelische IGS noch eine Partnerschule für ein Austauschprogramm.

Auch der Chor Twist & Shout von Chorleiter Friedrich Kampe habe Interesse Kontakt zu spanischen Sängern aufzubauen, sagte Birgit Mares. Für ihre Wahlperiode als Politikerin hat sie sich außerdem noch ein weiteres Ziel gesetzt: In einem der entstehenden Neubaugebieten in Wunstorf soll eine Straße nach der baskischen Stadt benannt werden. Unterstützung verspricht ihr dabei auch Lothar Porcher (Bündis 90/Die Grünen), der mit seiner Frau ebenfalls an der Reise teilnimmt. Symbolisch hatten Vertreter des Arbeitskreises Regionalgeschichte und der Grünen gemeinsam mit einer Delegation aus Gernika Ende 2015 die Oswald-Boelcke-Straße in Gernikastraße umbenannt.

Hubert Brieden, Vorsitzender des Arbeitskreises Regionalgeschichte, ist vor allem die "völlig unterschiedliche Wahrnehmung der Geschichte", in beiden Städten aufgefallen. Anders als in Wunstorf sei die Geschichte der Bombardierung in Gernika präsent und nicht vergessen. Mares lobte hingegen, dass sich in den Köpfen schon etwas gewandelt habe. Dies zeige sich auch durch das Aufstellen des Gedenksteins auf dem Fliegerhorstgelände.

Von Rita Nandy

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