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AK Asyl seit 30 Jahren für Flüchtlinge aktiv

Wunstorf AK Asyl seit 30 Jahren für Flüchtlinge aktiv

Der Arbeitskreis Asyl und Integration besteht seit 30 Jahren. Als Träger bedankt sich der Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement mit einem Danke-Schön-Fest Anfang September.

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Das internationale Café hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Bei kleinen Leckereien unterhalten sich Renate Zybart, Gerlinde Freyberg, Kassen Soleman, Hend Alawad sowie Fatma Muhammad.r

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Ende 1986 kamen 97 Asylbewerber nach Wunstorf. "Sie konnten überwiegend extern in Wohnungen untergebracht werden", heißt es in einer Auflistung der Aktivitäten des Arbeitskreises Asyl und Integration. Damals gehörten ihm vor allem Vertreter der Kirchengemeinden an. Gründungsort war die Corvinuskirche. Es folgte ein Aufruf zu Sachspenden.

Schon 1992 war es notwendig, eine Gemeinschaftsunterkunft an der Senator-Kraft -Straße zu errichten. Der Arbeitskreis zählte 30 Teilnehmer. Sie riefen einen Frauentreff und eine Kinderbetreuung ins Leben. Im Bürgerpark wurde ein internationales Kinderfest gefeiert. Die Gemeinschaftsunterkunft an der Industriestraße entstand. Der Arbeitskreis wurde 1994 mit dem Ortskreis ausgezeichnet. Es folgten 1996 Infoabend über den Islam und ein deutsch-kosovarischen Familienfest in St. Bonifatius. Es engagieren sich seitdem überwiegend ehrenamtliche Wunstorfer für die Flüchtlingshilfe.

Dazu gehört seit etwa 20 Jahren auch Gerlinde Freyberg. Sie prägt mittlerweile die Flüchtlingshilfe der Stadt und wurde von Regionspräsident Hauke Jagau für ihren unermüdlichen Einsatz - vor allem in der Sprachförderung - ausgezeichnet. Brennende Asylheime haben sie damals handeln lassen. Sie engagierte sich zunächst in der Kinderbetreuung und Hausaufgabenhilfe. Ihre Französischkenntnisse waren bei der Hilfe von afrikanischen Flüchtlingen gefragt. "Mein erstes 'Enkelkind' wurde im April 1997 geboren", erzählt sie. Die Familie kam damals aus Zaire (heute Kongo). Noch heute pflegt sie den Kontakt zu der inzwischen in Berlin lebenden Familie.

Um helfen zu können, riefen die Mitglieder immer wieder zu Spenden auf. Eine Sammlung in der Fußgängerzone brachte im Jahr 2000 die stolze Summe von 5700 Euro ein. Im Januar 2003 wurde erstmals ein Sprachkurs für Frauen angeboten.

2005 folgte ein Leitungswechsel. Kirchenkreismitarbeiter Reiner Roth gab seinen Posten an Christel Albrecht, Gerlinde Freyberg und Martin Hübner ab. In zahlreichen Vorträgen informierte Albrecht über den Iran.

Das jüngste Projekt ist das Internationale Café im "Immergrün" an der Küsterstraße. Immer freitags treffen sich dort regelmäßig Flüchtlinge und Wunstorfer von 10 bis 12 Uhr. Auch Gerlinde Freyberg ist dort oftmals zu Gast.

Von Rita Nandy

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