Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Soziale Dienste bieten neue Anlaufstelle

Wunstorf Soziale Dienste bieten neue Anlaufstelle

Der Fachbereich Soziale Dienste hat sein Büro für Integration und Soziale Arbeit vom Rathaus in ein Ladengeschäft an der Südstraße verlegt. Seit 15. Mai kümmern sich fünf Mitarbeiter dort um die Belange von geflüchteten Familien, die nicht im Johanniter-Wohnheim untergebracht sind.

Voriger Artikel
Stadt erwartet Antrag für Jugendzuschüsse
Nächster Artikel
Kunstschule nimmt an Aktionstag teil

Das Büro für Soziale Arbeit und Integration ist umgezogen und ist jetzt Anlaufstelle an der Südstraße.

Quelle: Lange-Schönhoff

Wunstorf. Bis zum Umzug in die Fußgängerzone war das Büro im Rathaus untergebracht. Wachsende Flüchtlingszahlen und Aufgabenbereiche erforderten nicht nur neue Räumlichkeiten, sondern auch weitere Mitarbeiter. Die Sozialarbeiter Jörg Albrecht und Anne-Katrin Vorbrod betreuen geflüchtete Familien bereits seit eineinhalb Jahren. Seit einigen Monaten sind außerdem Sozialarbeiterin Lisa Eisele sowie Hevron Baker und Reem Al Baaj-Neuenfeld, beide pädagogische Mitarbeiter, mit im Team.

Die Arbeit, die die städtischen Angestellten in der Anlaufstelle für Integration und Soziale Arbeit an der Südstraße leisten, ist vielfältig und umfangreich. "Wir helfen den geflüchteten Menschen, die zu uns kommen, sich im Alltag zurechtzufinden. Dabei sind wir für alle Fragen und Problemstellungen offen", betonte  Lisa Eisele. Das könne die Unterstützung beim Ausfüllen eines GEZ-Antrages, bei der Um- und Anmeldung, bei einer Kontoeröffnung, bei der Suche nach einem Kita-Platz, bei der Schulanmeldung oder bei einem Arztbesuch sein, zeigt sie einige Beispiele auf. "Wir werden auch schon mal in eine Wohnung gerufen, weil die Gastherme komische Geräusche macht. Dann erklären wir den Mietern, was es damit auf sich hat, und sie sind beruhigt", erzählt Eisele schmunzelnd. Wer nicht im Büro sitzt, ist im Außendienst unterwegs, dafür steht den Mitarbeitern ein Dienstwagen zur Verfügung. Vermittelt werden auch Sprachkurse, außerdem organisiert das Team Umzüge, berät bei familiären Problemen oder besorgt Handwerker. "Zu uns kommen unter anderem Afghanen, Syrer, Iraker, Albaner, Iraner und Tschetschenen", zählt Eisele auf.

Auch bei den Themen Mülltrennung, Pünktlichkeit, Ordnung und Bürokratie gebe es bei vielen Familien Unterstützungsbedarf. "Einige Familien brauchen einfach mehr Zeit als andere, unser System zu verstehen", betonte Al Baaj-Neuenfeld. "Um die Arbeit zu schaffen, versuchen wir uns möglichst breit zu vernetzen. Wir arbeiten zum Beispiel eng mit den Schulsozialarbeitern zusammen", sagte Anne-Katrin Vorbrod. Die Verständigung mit den Kunden läuft unproblematisch. Baker und Al Baaj-Neuenfeld sprechen arabisch. "Viele verstehen Englisch, wenn gar nichts mehr geht, reden wir mit Händen und Füßen, das klappt auch", betonte Eisele.

Die Sprechzeiten in der Anlaufstelle für Integration und Soziale Arbeit, Südstraße 3 (ehemals Connis Lädchen), sind montags, dienstags und freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr, Dienstagnachmittag hat das Büro von 13.30 bis 16 Uhr geöffnet, dann werden dort auch Beratungen zu Sozialleistungen, Jobcenter und Praktika angeboten. Am Mittwoch ist das Büro geschlossen. Am Freitagvormittag bietet die Region Hannover Hilfe bei der Beantragung einer Arbeitserlaubnis an. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (05031) 101-457, auch Termine außerhalb der Öffnungszeiten können vereinbart werden.

doc6q27dpz1z3t1j10sxf1p

Fotostrecke Wunstorf: Soziale Dienste bieten neue Anlaufstelle

Zur Bildergalerie

Von Christiane Lange-Schönhoff

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sou12065oi1e3senhn4
Engelsflügel haben es in Innenstadt geschafft

Fotostrecke Wunstorf: Engelsflügel haben es in Innenstadt geschafft