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Der Fliegerhorst hat eine neue Adresse

Wunstorf Der Fliegerhorst hat eine neue Adresse

Der Fliegerhorst Wunstorf ist 1948/1949 eine wichtig Säule gewesen, als das elf Monate lang eingeschlossene West-Berlin von Briten und US-Amerikanern aus der Luft versorgt worden ist. Seit Donnerstag erinnert das neue Straßenschild „Zur Luftbrücke“ die Besucher des Fliegerhorstes daran.

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Enthüllung des Straßenschildes Zur Luftbrücke an der Zufahrt zur neuen Hauptwache des Wunstorfer Fliegerhorstes, von links Großenheidorns Ortsbürgermeister Manfred Wenzel, Klein Heidorns Ortsbürgermeister Jann Weerts und Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Wegen des laufenden Umbaus beim Lufttransportgeschwader 62 hat die Kaserne auch eine neue Hauptwache samt neuer Zufahrt bekommen. Das war ein Anlass, sie erstmals mit einem eigenen Namen zu versehen. „Die Fliegerhorst-Anschrift Dyckerhoffstraße hat bisher oft zu Verwirrung geführt, weil alle zur Wache Poggenhagen gefahren sind“, sagte Bürgermeister Rolf Axel Eberhardt. So kam die erste Fliegende Staffel auf die Luftbrücke als Namenspate. „Es war eine gute Wahl“, sagte Kommodore Ludger Bette. Weil der Ortsrat Großenheidorn aber die Entscheidung fällen durfte, enthüllte der dortige Ortsbürgermeister Manfred Wenzel das Schild gemeinsam mit dem Stadtoberhaupt und seinem Amtskollegen Jann Weerts aus Klein Heidorn, zu dessen Territorium der Fliegerhorst zum größten Teil gehört.

Direkt hinter der Wache gab es auch etwas zu enthüllen, ein Stück, das mittlerweile auch einen historischen Wert hat. Ein Seitenleitwerk der in Wunstorf ausgemusterten Transall ist bunt bemalt worden und grüßt nun die Besucher. „Es soll zeigen, dass hier jeder willkommen ist“, sagte Bette.

Ein Kommentar von Sven Sokoll

Vom Wunstorfer Fliegerhorst aus ist in den letzten Jahrzehnten viel Gutes für Menschen in Not geleistet worden – die Luftbrücke nach Berlin ist ein herausragendes Beispiel, an das die Besucher des Flugplatzes nun zu Recht regelmäßig erinnert werden. Allerdings sollten Wunstorf und das Geschwader durchaus auch die Größe haben, die Schattenseiten der Fliegerhorst-Geschichte nicht aus den Augen zu verlieren. Die gebetsmühlenartige Forderung von Friedensaktivisten nach einer Gernika-Straße im Stadtgebiet mögen viele anstrengend finden. Ganz unberechtigt ist sie aber nicht.

von Sven Sokoll

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