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Gesprächskreis pflegt plattdeutsche Sprache

Wunstorf Gesprächskreis pflegt plattdeutsche Sprache

Was früher auf zahlreichen Höfen und in Familien gesprochen wurde, gerät immer mehr in Vergessenheit. Immer weniger Menschen beherrschen noch die plattdeutsche Sprache. Dem möchte ein Gesprächskreis im Info des Heimatvereins Wunstorf entgegenwirken.

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Eine kleine Gruppe trifft sich regelmäßig zum Gesprächskreis plattdeutsche Sprache in der Info des Heimatvereins Wunstorf.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Es ist ein kleiner Kreis, der sich dort einmal monatlich zusammenfindet. "Plattdüütsch als eigenständige, ausdrucksstarke Sprache norddeutscher Lande muss gepflegt werden, um sie am Leben zu erhalten", sagt Doris Kramer, die die Gruppe leitet. Auch bei Norbert Tornow von Heimatverein wurde früher zu Hause plattdeutsch geschnackt. "Ich habe schon jahrzehntelang kein plattdeutsch mehr gesprochen", sagt Tornow, der das erste Mal dabei ist und für seine ersten zaghaften Versuche schmunzelnd auf Beifall hofft.

Der ist auf jeden Fall den Siegern beim Schreibwettbewerb "Vertell doch mal" vom NDR in Zusammenarbeit mit Radio Bremen und dem Hamburger Ohnsorg-Theater gewiss. Auch wenn Erika Hormann nicht dazu gehört, wird sie nach Hamburg zur Preisverleihung reisen. Seit 15 Jahren macht die Autorin mit. Dieses Mal hat sie einen Beitrag zum Thema "Keen tiet" (Keine Zeit) eingereicht. Ihre Kurzgeschichte mit dem Titel "Wann hät man mol Tiet?" (Wann hat man mal Zeit) hat es zwar nicht in das Buch mit den Preisträgern geschafft, aber verloren geht sie nicht. Die Lietherin hat einen Brief erhalten mit der Nachricht, dass ihr Text archiviert werde.

Die Freude an der Sprache und die Erinnerungen an vergangene Tage lässt die Teilnehmer seit 2012 regelmäßig zum Klönen, Vorlesen oder auch zu Ausflügen zusammenkommen.  Was fehlt ist der Nachwuchs. "Plattdeutsch müsste an den Schulen gelehrt werden", sagt Doris Kramer. Wenn schon nicht als eigenes Unterrichtsfach, so doch als Angebot für eine Arbeitsgruppe. Sie weiß, dass es schwer wird, Mitstreiter zu finden. Dennoch hofft sie beim nächsten Treffen am Freitag, 17. Juni, ab 10.30 Uhr in der Info des Heimatverein, Südstraße, neue Gesichter zu sehen. Mitmachen kann jeder, der Spaß an der Sprache hat. Es ist keine Voraussetzung, dass die Besucher diese selbst beherrschen. Es darf auch einfach nur zugehört werden.

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Quelle: Rita Nandy

Von Rita Nandy

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