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Bioland-Gemüsediele wird 25 Jahre

Wunstorf Bioland-Gemüsediele wird 25 Jahre

Als der studierte Gartenbauer Rudolf Speckhan 1989 den konventionell geführten Betrieb seines Vaters übernahm und auf Bioanbau umstellte, war er damit Wunstorfs erster biologischer Landwirt und lange ein Exot. Auch mit der Eröffnung der Bioland-Gemüsediele an der Südstraße 19 am 1. Juli 1991 betrat Speckhan Neuland.

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Rudolf Speckhan (von links) und Susanne Scholz-Speckhan, Mitarbeiterinnen Marianne Sorge und Lilly Schott. "Auf unser Team können wir uns verlassen", betonte das Ehepaar.

Quelle: Lange-Schönhoff

Blumenau. In diesem Jahr wird die Gemüsediele in Blumenau 25 Jahre alt. Seit einem Vierteljahrhundert bietet der Hofladen biologische Produkte an. Dass, was mit einem kleinen Geschäft und wenigen Produkten begann, hat sich mittlerweile zu einem sehr gut sortierten Hofladen entwickelt.

Auch wenn es in Deutschland nur fünf Prozent der Anbaufläche ausmache, in einigen europäischen Ländern sei die Zahl deutlich höher, sei Bio mittlerweile überall präsent, freut sich Rudolf Speckhan. "Auch Urlauber aus Steinhude kommen gezielt in unseren Hofladen, weil sie regionale Bioprodukte bevorzugen. Besonders wichtig ist es uns auch, das die Wertschätzung für qualitativ hochwertige Lebensmittel steigt. Das Bewusstsein für gesunde Ernährung sollte schon früh, am besten schon im Kindergarten und Schule gelegt werden", ist sich das Ehepaar einig.

Am Anfang sei der Absatz von Biogemüse und -produkten schwierig gewesen. Erst mit dem Umzug der Gemüsediele an die Maschstraße sei auch die Akzeptanz der Produkte gestiegen. Plötzlich hatten wir 50 Kunden mehr, erinnert sich der Landwirt. Dass Bioware preislich höher liege, lasse sich durch den erhöhten Einsatz von Arbeitskräften und Betriebsmitteln sowie geringeren Erträgen begründen, sagte Speckhan. "Bei Schädlingen setzen wir nicht die Spritze, sondern teure Netze ein", erklärte er.

"Unsere Produkte sind in ganz Deutschland zu finden. Im Urlaub auf Rügen habe ich gerade meine Zucchinis entdeckt", sagte Speckhan erfreut. Zugekauft werden exotische Produkte wie Bananen, Süßkartoffeln, Orangen und Pfirsiche. Diese werden entsprechend deklariert. Frische Biolandkräuter kommen von der Lebenshilfe in Holtensen. Mit den anderen Bioläden in Wunstorf pflegen die Blumenauer ein freundschaftliches Miteinander.

An einen skurrilen Druckfehler beim Start ihrer Gemüsediele erinnern sich die Speckhans heute noch: "Ich hatte 5000 Preisschilder in Auftrag gegeben. Der Mitarbeiter der Druckerei hat mich wohl nicht richtig verstanden. So ist aus der Bioland Gemüsediele ein  Gemüsedealer geworden. Die Schilder haben wir aber trotzdem benutzt", sagte Rudolf Speckhan schmunzelnd.

Gemüsediele in Zahlen: Als die Gemüsediele am 1. Juli 1991 an der Südstraße startet, gab es dort 150 biologische Produkte. Mittlerweile können Kunden aus 1500 Produkten wählen. Auf den Feldern wachsen auf 30 Hektar Biogemüse wie zum Beispiel Eisberg- und Kopfsalate, Zucchinis und Kürbisse. 1996 zog der Hofladen in die Maschstraße. 2009 wurde die Ladenfläche erweitert. Etwa 500 Kunden, diese kommen auch aus dem weiteren Umland, kaufen regelmäßig bei Speckhans ihre Biowaren ein. Beim Verkauf wird das Ehepaar von mehreren Mitarbeitern unterstützt. Einige halten dem Betrieb schon seit mehr als 20 Jahren die Treue.

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Fotostrecke Wunstorf: Bioland-Gemüsediele wird 25 Jahre

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Von Christiane Lange-Schönhoff

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