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Die Pokalsammlung ist schon groß

Klein Heidorn Die Pokalsammlung ist schon groß

Die Jugendfeuerwehr Klein Heidorn hat in den vergangenen Jahren reichlich Pokale bei Wettbewerben abgeräumt. Doch in der regelmäßigen Arbeit sind den Verantwortlichen auch andere Themen wichtig.

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Der Feuerwehrnachwuchs zeigt die zahlreichen Pokale der vergangenen Jahre.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Schon seit 2003 waren die Klein Heidorner dreimal in den Landeswettbewerb vorgestoßen, was sonst aus der Stadt keiner Jugendfeuerwehr gelungen war. Dieses Jahr haben sie das aber noch einmal getoppt: Sie kamen mit gleich beiden Teams in das Landesfinale und erreichten dort die herausragenden Plätze zehn und elf. Das lässt fragen: Wie machen die das?

„Aus unserer Erfahrung haben wir mittlerweile viele Tricks und Kniffe“, sagt Jugendfeuerwehrwart Joachim Tiel, der selbst schon früh bei der Feuerwehr angefangen hat. Es braucht das Team der fünf Betreuer, die den Ehrgeiz haben müssen, ihre Schützlinge immer noch ein bisschen besser zu machen. „Das ist immer ein immenser Aufwand.“ Die Verantwortlichen hatten die beiden Neuner-Gruppen bewusst altersmäßig gemischt und sind natürlich umso stolzer, dass trotzdem beide so weit vorn lagen.

Die Wettbewerbe schweißen die Jugendfeuerwehr zusammen. An die Erfolge kann man sich auch später noch erinnern. Sie schulen aber auch die Teamfähigkeit, die nicht nur in der späteren Feuerwehrarbeit notwendig ist. „Das ist auch im Berufsleben wichtig“, betont Tiel, der die derzeit 22 Jugendlichen mit seinem Stellvertreter Hendrik Seehausen sowie Eva Raudszus, Linus Schneider und Steven Just betreut.

Doch auch Spiel und Spaß kommt bei der Jugendfeuerwehr nicht zu kurz, nicht nur bei der feuerwehrtypischen Ausbildung. „Wir müssen ein sehr weitreichendes Angebot haben“, sagt Tiel. Dazu gehören neben Zeltlagern und Fahrradrallyes Schlittschuhlaufen und Kinoabende. „Auch den Aspekt Umweltschutz sollen die Jugendlichen kennenlernen, deshalb machen wir bei Müllsammelaktionen mit.“

Der Effekt ist offenbar gut. „Man merkt, dass es eine große Familie ist“, sagt Manuel (13). Viele sind von Freunden geworben worden und nach Schnupperstunden geblieben, weil es ihnen gefallen hat. „Ich habe beim Üben sofort eine Aufgabe bekommen, das hat mit gefallen“, sagt Jonas (14). Andere kommen aber auch aus Feuerwehrfamilien wie Franziska (15), die an den Wettbewerben den „großen Nervenkitzel“ mag.

Das breite Angebot soll die Jugendfeuerwehr - Beginn ab zehn Jahre - auch attraktiv machen, denn Nachwuchswerbung ist nicht immer einfach. Eine Kinderfeuerwehr wie andernorts gibt es in Klein Heidorn nicht, dafür fehlt es an Betreuern. Nach den Wettbewerbserfolgen haben sich allerdings schon wieder zwei neue Interessenten gemeldet.

Die Werbung ist bald wieder besonders notwendig, weil eine größere Gruppe von jetzt 15- und 16-Jährigen ausscheiden wird. Dafür verstärken die Jugendfeuerwehrleute, die dabeibleiben, dann in der Regel die aktive Feuerwehr. Im Schnitt sind es zwei pro Jahr, die übertreten. Das Mindestalter für den aktiven Dienst liegt bei 16 Jahren.

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