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Gansäuer: Dankbar sein für 70 Jahre Frieden

Wunstorf Gansäuer: Dankbar sein für 70 Jahre Frieden

Reichlich Denkanstöße und Gesprächsstoff lieferte Gastredner Jürgen Gansäuer beim Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes in der voll besetzten Abtei. Thema seiner kurzweiligen Rede war die Frage "Was ist Deutsch?". Er betrachtete dabei die eigene Geschichte, aber auch internationale Entwicklungen.

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Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Martin Pavel begrüßt die Gäste zum Neujahrsempfang in der Abtei.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Gleich zu Beginn warnte der pensionierte Landtagspräsident, dass er sich treu bleiben und niemandem nach dem Mund reden werden. "Wie auch immer, ruhiges Nachdenken scheint mir gerade in einer Zeit der Trumps und Putins dringender denn je geboten." Der Historiker forderte auf, dankbar zu sein für 70 Jahre Frieden. Davon hätte niemand nach dem Zweiten Weltkrieg zu träumen gewagt. Und trotz mancher Probleme habe es noch nie so viel Wohlstand und Freiheit wie heute in Deutschland gegeben.

"Für mich grenzt es an ein Wunder, dass sich Menschen nach dem Kulturbruch des Holocaust in aller Welt nichts sehnlicher wünschen als in eben diesem Deutschland leben zu dürfen." Gansäuer machte aber auch deutlich, dass diejenigen, die Gesetze missbrauchen, das Recht verwirkt haben, Gäste zu sein. Wichtig sei auch, dass die Demokraten Europas zusammen hielten. Abschottung, Egoismus, Nationalismus und Populismus könnten Probleme wie beispielsweise internationale Kriminalität, Terrorismus und Armut nicht lösen.

Das entscheidend Verbindende der Deutschen sei ihre Sprache. "Eine deutsche Geschichte im Sinne einer ungebrochenen historischen Kontinuität hat es nämlich nie gegeben." Zur Geschichte der Deutschen gehöre auch die Akzeptanz des Bösen. Es sei wichtig, zu allen Teilen zu stehen.

Nicht ganz so weit zurück in die Geschichte blickte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Martin Pavel in der Begrüßung. Er blickte mit Sorge als überzeugter Europäer auf den Brexit und die Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten. Plötzlich stehe Amerika auch wieder für sich alleine, wunderte sich der CDU-Politiker und forderte: "Wir müssen für unsere Demokratie einstehen. Das fängt hier in Wunstorf an", sagte Pavel. Dem stimmte auch Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt zu. "Nationalismus ist der falsche Weg." Er zählte anstehende Projekte für Wunstorf auf, wie die Schaffung von Wohnraum, verkündete die Ankunft neuer Airbusse auf dem Fliegerhorst und wünscht sich eine Ansiedelung der zivilen Wartung auf dem Gelände. Im nächsten Jahr solle die evangelische IGS fertig sein. Und ein Versprechen gab er den Besuchern. "In meiner Amtszeit schließe ich keine Schule mehr."

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Der Historiker und ehemalige Landtagspräsident Jürgen Gansäuer gibt in einem kurzweiligen Vortrag Denkanstöße.

Quelle: Rita Nandy

Von Rita Nandy

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