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Eignet sich Nistac-Gelände für Wohnungbau?

Bokeloh Eignet sich Nistac-Gelände für Wohnungbau?

Die Ratsgruppe SPD/Grüne will prüfen lassen, ob das Nistac-Gelände in Bokeloh zu einem Wohnquartier umgewandelt werden kann. Einen Antrag für eine Machbarkeitsstudie hat die Gruppe inzwischen im Rathaus vorgelegt.

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Ist Platz für Wohnhäuser auf dem Nistac-Gelände? SPD und Grüne möchten das untersuchen lassen.

Quelle: Albert Tugendheim

Wunstorf. Die Reaktivierung von Industrie- oder Gewerbebrachen könne ein Weg sein, benötigten Wohnraum in ortsnaher Lage zu schaffen, begründet die Vorsitzende der Ratsgruppe, Kirsten Riedel, den Antrag. Der Bedarf an Wohnungen ist vorhanden. Neue Baugebiete an den Rändern der Ortschaften auszuweisen und so die Siedlungsgrenzen immer weiter zu verschieben hält die Gruppe von SPD und Grünen dabei nach wie vor für problematisch. Zudem verfügt die Stadt über wenig eigene Flächen, die für den Wohnungsbau genutzt werden könnten.

„Eine Machbarkeitsstudie soll Erkenntnisse darüber bringen, ob eine Bebauung des Nistac-Geländes überhaupt realisierbar sein könnte“, schreibt Riedel in der Antragsbegründung. Im nächsten Umweltausschuss soll der Antrag auf der Tagesordnung stehen. An einer Wohnbebauung auf einer ehemaligen Gewerbefläche arbeitet die Stadt bekanntlich auch beim Gelände des früheren Vion-Werkes in der Kernstadt.

Das Nistac-Gelände am Ortseingang von Bokeloh ist seit 2004 weitgehend ungenutzt. Lediglich in der vorderen Halle betreibt das Unternehmen noch Lagerverkauf. Die Produktion von Gartenmöbeln und Schreibtischen war 2004 eingestellt worden. Am Bokeloher Standort des Kettler-Konzerns waren zuletzt 164 Mitarbeiter beschäftigt. Versuche, die Hallen auf dem rund 30 000 Quadratmeter großen Grundstück einer anderen gewerblichen Nutzung zuzuführen, scheiterten. Die größte der Hallen ist 8000 Quadratmeter groß. Allerdings, so hatte Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm schon vor Langem gesagt, sei die Lage für Handelsgüter mit täglichem Umschlag ungünstig.

Grundstücke und Hallen sind nach wie vor im Besitz des Kettler-Konzerns. Das Unternehmen aus dem Sauerland hatte im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet. Unter anderem mithilfe einer Bürgschaft des Landes Nordrhein-Westfalen wird an der Fortführung des Firmenbetriebes im Sauerland gearbeitet.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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