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Eine Reise unter den Kalimandscharo von Wunstorf

Salzsauna in der Tiefe Eine Reise unter den Kalimandscharo von Wunstorf

Kalimandscharo nennen ihn die Wunstorfer. Der weiße Berg von Bokeloh ist zwar nur 120 Meter hoch und nüchtern betrachtet nichts anderes als die Rückstandshalde des benachbarten Kaliwerks, doch zwischen Wunstorf und Steinhude nimmt sich die Erhebung aus wie ein Gletscher.

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Wenn die Salzförderung in ein paar Jahren eingestellt wird, wird der Kaliberg in Wunstorf Bokeloh begrünt werden. Dann ist die Region um einen Aussichtspunkt reicher.

Quelle: Burkert

Wunstorf. Noch imposanter ist, was sich unter dem Berg befindet: eine labyrinthische Unterwelt, die bis zu 1450 Meter in die Tiefe reicht und über ein Tunnelsystem verfügt, das dem Straßennetz einer Großstadt entspricht – großräumig, aber heiß wie die Hölle. Eine Welt wie aus einem surrealen Film mit Höhlen, Kratern und Traumgemälden aus Salz und Stein.

Schon über Tage ist das Wunstorfer Kalibergwerk Sigmundshall eine Welt für sich. Niemand wünscht einem hier „Guten Morgen“, jeder grüßt mit „Glück auf“. Egal, ob morgens oder abends. In der Hauptkaue, dem großen Umkleideraum, hängt die Kleidung der Bergleute nach alter Sitte an Seilzügen zum Trocknen hoch unter der Decke – die Arbeitsmontur ebenso wie die Privatsachen. Und wer sich zu seinem unterirdischen Arbeitsplatz begibt, muss allerlei Vorkehrungen treffen: Ein Sauerstoffselbstrettungsgerät gehört ebenso zur Grundausstattung wie ein großer Vorrat an Getränken. Bei der schweißtreibenden Arbeit in der Grube trinken die Bergleute bis zu fünf Liter pro Schicht. Das Unternehmen K+S versorgt seine Mitarbeiter kostenlos mit Mineralwasser oder speziellen Eistees.

Der "Kalimandscharo" von Bokeloh ist zwar nur 120 Meter hoch, durch die sehr flache Umgebung zwischen Wunstdorf und Steinhude wirkt er aber wie ein riesiger Gletscher. Noch imposanter: Unter dem Berg befindet sich ein gigantisches Labyrinth.

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