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Ende des Provisoriums naht

Wunstorf Ende des Provisoriums naht

In wenigen Tagen beginnt die Stadt mit dem Bau einer neuen Hauptabwasserleitung. 2,7 Kilometer Kunststoffrohre werden von der Pumpstation am Nordbruch bis kurz vor die Kläranlage in der Luther Masch verlegt.

Wunstorf. Dabei wird ein Pressverfahren verwendet, bei dem in jeweils 300 Metern Abstand Löcher ausgehoben werden, von denen aus die Rohre durchs Erdreich geschoben werden. Nur am Blumenauer Schützenplatz muss das Erdreich ausgehoben werden, um die Rohre zu verlegen. Dort befindet sich eine Altlast.

Martin Meinborn, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadt, sagt, dass am 29. Februar zunächst in der Luther Masch mit den Arbeiten begonnen wird. Das sei mit den Landwirten, deren Flächen betreten werden müssen, so abgestimmt. „In dieser Zeit richten wir auf den Feldern am wenigsten Schaden an“, sagt er. Aufwendig werden die Arbeiten, wenn die neue Leitung unter der Westaue verlegt werden muss. Auch das geschieht mit einem sogenannten Pressbohrverfahren.

Für die gesamte Leitung werden Kunststoffrohre mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern verwendet. In etwa vier Wochen soll der erste Bauabschnitt an der Blumenauer Brücke über die Westaue enden. Danach arbeiten sich die Spezialisten von der anderen Seite vor.

Der zweite Bauabschnitt beginnt am Pumpwerk nahe der IGS. Am nördlichen Fuß des Auedamms werden die Rohre verlegt und führen unter den Brücken der Kleinbahnstrecke und unter den Gleisen der Bahn hindurch. Die Abstimmung mit der Bahn war dabei sehr zeitaufwendig und führte dazu, dass der geplante Baubeginn im vergangenen Jahr nicht eingehalten werden konnte.

Ende Juni dieses Jahres sollen die Rohre in 2,50 Meter Tiefe liegen und alle Anschlüsse an das Schmutzwassersystem fertig sein. Die Kosten für diese beiden Abschnitte belaufen sich auf knapp 1,7 Millionen Euro.

Im nächsten Jahr geht es weiter: Dann muss die defekte Leitung in der Oststadt saniert werden. Dort liegt auch die Ursache für die Überlegungen zum Neubau der wichtigen Abwasserleitung. 2013 war ein Rohr unter der Maxstraße gebrochen. Weitere Untersuchungen zeigten, dass der Hauptkanal an vielen Stellen brüchig war. Gutachter empfahlen, eine neue Druckrohrleitung zu bauen. Die alte Leitung von der Maxstraße entlang des Blumenauer Kirchwegs und des Dammfeldwegs wird 2017 erneuert, muss aber dann nicht mehr die Hauptlast des Kernstadtabwassers aufnehmen. Bis zur Fertigstellung wird das Wasser weiter durch eine oberirdische Ersatzleitung befördert. Die Gesamtkosten für alle Abschnitte belaufen sich auf 3,1 Millionen Euro.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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