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Entlastung reicht Lehrern nicht

Wunstorf Entlastung reicht Lehrern nicht

Mustafa Erkan hoffte, dass die Eiszeit zwischen Gymnasiallehrern und Landesregierung vorbei ist - bei einem Besuch im Hölty-Gymnasium hat der SPD-Landtagsabgeordnete aber gemerkt, dass der Unmut über die zusätzliche Unterrichtsstunde noch nicht ausgestanden ist.

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Schulleiterin Anne Laukamp-Grimsel zeigt dem Landtagsabgeordneten Mustafa Erkan einen sanierten naturwissenschaftlichen Unterrichtsraum des Hölty-Gymnasiums.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Das Kultusministerium hat zwar einen Zehn-Punkte-Katalog vorgelegt, der die Pädagogen wieder entlasten soll. „Nicht alle von ihnen sind aber wirklich entlastend“, sagt Schulleiterin Anne Laukamp-Grimsel. So sei zum Beispiel die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren aufgeführt, die im Sommer 2015 in Kraft treten soll. „Das wird im Sinne der Schüler sicherlich begrüßt, weil sie wieder mit weniger Stress lernen können. Für die Lehrer bringt es aber keine Veränderung“, sagte die Oberstudiendirektorin.

Sie sieht deshalb noch nicht die Zeit gekommen, wo die Lehrer auch wieder auf Klassenfahrt gehen, was sie derzeit aus Protest verweigern. Sie betont allerdings, dass Schule auch jetzt noch weit mehr als nur Unterricht sei, weil Theaterbesuche, Austauschprogramme oder Tagesexkursionen nicht gestrichen worden sind.

Erkan bedauert, dass der Streit zwischen Lehrern und Regierung so auf dem Rücken der Schüler aufgetragen werde. „Das Ziel muss sein, die Bedingungen so zu gestalten, dass die Lehrer wieder zu Klassenfahrten bereit sind“, sagte er. Eine Idee, dass Eltern Klassenfahrten begleiten, lässt sich aus rechtlichen Gründen nicht umsetzen, weil es dann keine Schulveranstaltung wäre. Die Teilnehmer wären nicht versichert und dürften dafür auch nicht vom Unterricht freigestellt werden.

Der Abgeordnete zeigte sich dialogbereit, ohne aber große Versprechungen zu machen. Er setzt aber darauf, dass in den Dialogangeboten des Kultusministeriums auch die Sorgen der Betroffenen Gehör finden.

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