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Erste Beschwerden über Bereitschaftsdienst

Wunstorf Erste Beschwerden über Bereitschaftsdienst

Die Kassenärztliche Vereinigung hat in einem Schreiben an die Stadt kritisiert, dass die Verwaltung zum 1. Oktober eine Beschwerdehotline zum neu geregelten Ärztlichen Bereitschaftsdienst eingerichtet hat. Damit würden die Bürger unsachlich animiert, negative Erlebnisse zum Ausdruck zu bringen.

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Die Bereitschaftsärzte kommen künftig seltener nach Hause.

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Wunstorf. Die Stadt verteidigt indes ihr Vorgehen: "Es ist ein Angebot für die Bürger. Wir können so die Beschwerden gesammelt weiterleiten", sagte Stadtsprecher Alexander Stockum. Und die Bürger haben das Angebot auch schon genutzt. Bis Mittwoch haben sich sechs von ihnen schon bei der Hotline gemeldet. Sie schilderten unter anderem, dass sie daheim lange auf Ärzte warten mussten oder dass die Bereitschaftspraxis in Neustadt bei ihrem Besuch nicht besetzt war. Einmal sei unter der Nummer des Bereitschaftsdienstes während der Dienstzeit nur eine Bandansage gelaufen.

Die Informationen sollen der Stadt auch als Grundlage für eine gemeinsame Zwischenbilanz dienen, die für Januar zu der Reform vereinbart worden ist. Die Kassenärztliche Vereinigung hatte zum 1. Juli den Ärztlichen Bereitschaftsdienst in Wunstorf, Neustadt, Garbsen und Seelze reduziert. Ein großer Teil der Fälle, die ja keine Notfälle sind, soll jetzt möglichst in der Bereitschaftspraxis am Neustädter Klinikum behandelt werden.

Der Sozialausschuss der Stadt hat die Ärzte bereits aufgefordert, wieder zum alten Modell zurückzukehren. Die Vereinigung hatte damals darum gebeten, der Neuregelung noch etwas Zeit einzuräumen. "Wir stehen mit unserer Kritik ja auch nicht allen", sagt Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt mit Blick auf andere Städte.

Die Erfahrungen mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst nimmt die Stadt montags bis freitags zwischen 8.30 und 12.30 Uhr unter Telefon (0 50 31) 10 14 75 entgegen.

Von Sven Sokoll

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