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Das Meer braucht mehr Lobby

Steinhude/Mardorf Das Meer braucht mehr Lobby

Die erste Fassung eines Antrages für einen Steinhuder-Meer-Plan ist fertig. Sie wird in den Sommerferien überarbeitet und danach ins Landesparlament eingebracht. Das hat der CDU-Landtagsabgeordnete Sebastian Lechner am Mittwoch in Steinhude mitgeteilt.

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Das Steinhuder Meer ist ein attraktives Urlaubs-, Naherholungs- und Sportgebiet - und auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Quelle: Alexander Körner

Wunstorf. Ziel des Steinhuder-Meer-Planes ist ein Raumordnungsplan für die Meer-Region. „Wir wollen festlegen, welche Flächen am und auf dem Meer für welche Zwecke genutzt werden können“, sagte Lechner. Wo hat der Tourismus Vorrang, wo der Naturschutz? Welche Flächen müssen für die Entschlammung vorgehalten werden und welche dienen als Gebiet zum Wohnen? Das Steinhuder Meer braucht diesen Plan und es braucht mehr Lobbyisten in der Landespolitik, sagte Lechner.

Wenn diese Frage geklärt sind, würden viele sich wiederholende Diskussionen künftig überflüssig, sagte der in Neustadt lebende Abgeordnete. Wenn nicht, sehe er die Gefahr, dass das Meer zum Naturschutz-Biotop wird.

Lechner machte auf seiner Sommertour Station beim Schaumburg-Lippischen Seglerverein (SLSV), wo er mit Parteifreunden und anderen Funktionsträgern aus Steinhude zusammentraf. Dabei ging es auch um die Neufestlegung der Naturschutzgebietsgrenzen im Osten des Meeres. Eine Anfrage bei Umweltminister Stefan Wenzel habe keine Erkenntnisse gebracht, der kritisiere das Handeln der Region nicht. Seit Langem gibt es Diskussionen darüber, ob und wie weit die Grenze des Naturschutzgebietes auf dem Wasser verlegt werden müsse.

Kritisch sieht Lechner die künftige Domänenverwaltung. Das Land verlagert die Zuständigkeit auf die neue Institution des Landesbeauftragten, Sitz ist in Hildesheim. Dafür gebe das Land viel Geld aus, jährlich fünf Millionen Euro seien eingeplant - deutlich mehr als etwa für die Entschlammung.

Für die Frage, wohin mit dem Schlamm, gab es in der Diskussionsrunde neue Ansätze. Friedrich-Wilhelm Hartmann, Geschäftsführer der Steinhuder Personenschifffahrt, gab einen Vorschlag weiter, der ihm gemacht wurde: In einigen Jahren könnte das Salzbergwerk genutzt werden. Lechner fürchtet, dass dies einen zu hohen bürokratischen Aufwand ergebe. Eine andere Idee war, Schlamm nahe der Promenade in Richtung Hagenburg zu lagern. Dort sei ein geeigneter Platz. Lechner sicherte zu, alles zu prüfen.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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