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Kein Platz für breitere Bahntrasse

Wunstorf Kein Platz für breitere Bahntrasse

Ein Ausbau der bestehenden Bahntrasse Hannover-Minden um zwei Gleise ist nach der neuen Fassung des Bundesverkehrswegeplans auch möglich, die die Bundesregierung am Mittwoch beschlossen hat. Allerdings würde für die Lösung in der Wunstorfer Ortsdurchfahrt der Platz fehlen.

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Die Bahntrasse Hannover-Minden kann im Engpass Wunstorf keine zwei weiteren Gleise verkraften.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Im ersten Entwurf war eine Neubautrasse von Seelze gen Westen, südlich von Kolenfeld entlang, skizziert worden, was für große Aufregung gesorgt hat. Jetzt wird aber klargestellt, dass der Verlauf einer neuen Trasse noch geklärt werden muss - ebenso aber auch die bestehende Trasse erweitert werden kann. Fest steht, dass der Bund so oder so investieren will, weil die bestehende Strecke überlastet ist.

Wegen der dichten Bebauung ist der Bund sich auch im Klaren darüber, dass eine Trassenerweiterung in der Wunstorfer Kernstadt nicht geht. Das Problem dieser Engstelle könnte aber nach Angaben des Landesverkehrministeriums mit Umfahrungen oder kleineren Neutrassierungen gelöst werden. Eine solche weitere Trasse an der bestehenden Bebauung Wunstorfs vorbei darf nach Ansicht von Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt nicht durch das geplante Gewerbegebiet verlaufen: "Unsere Stadtentwicklung darf nicht beeinträchtigt werden", betonte er. Er geht aber davon aus, dass sich im Korridor zwischen Wunstorf und Barsinghausen eine Lösung finden wird. Dabei müssten allerdings auch die Kolenfelder Interessen berücksichtigt werden.

Festgelegt ist nun, dass der Bund die neuen Trassenverläufe in einem Dialogverfahren mit allen beteiligten Kommunen festlegen wird. "Das war auch eine wichtige Forderung von uns", sagte Eberhardt. Ein solches Verfahren hatte es auch schon zu den Schienenverbindungen im Raum Hannover/Bremen/Hamburg gegeben. Eine Folge wird eine Verkehrsverdichtung auf der Strecke nach Nienburg, so dass Wunstorf besonders aufpassen muss, was noch an weiteren Belastungen auf die Bürger zukommt - und sich überall für entsprechende Lärmschutzmaßnahmen einsetzen.

Bei dem Gespräch mit Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann zum Bundesverkehrswegeplan vor einem Monat in Wunstorf hat Eberhardt positiv auch die Zusicherung vernommen, dass die Nordumgehung auf der Straße nicht nur weiter hohe Priorität hat, sondern auch das notwendige Geld bereitsteht, wenn die Planfestellung abgeschlossen ist.

Von Sven Sokoll

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