Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
IGS muss in Vion-Gebäude ausweichen

Wunstorf IGS muss in Vion-Gebäude ausweichen

Der Neubau für die Evangelische IGS wird definitiv nicht bis zum Schuljahresbeginn fertig. Deshalb muss die Gesamtschule vorübergehend mit zwei Jahrgängen an einen anderen Standort ausweichen: Die Stadt richtet dafür einen Teil des ehemaligen Vion-Verwaltungsgebäudes am Luther Weg her.

Voriger Artikel
Diebe scheitern bei Autodiebstahl
Nächster Artikel
Hölty-Theater-AG holt sich Festivalpreis

Die Stadt Wunstorf kann den Bauplan für die Evangelische IGS nicht einhalten und muss zum Schuljahresbeginn improvisieren.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Die Verzögerungen beim Rohbau haben sich nicht mehr aufholen lassen, auch mit weiteren Firmen hat die Stadt als Bauherr Probleme gehabt. "Ich bin sehr verärgert, und wir werden prüfen, wie wir damit rechtlich umgehen wollen", sagte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt. Nun aber habe zunächst Priorität gehabt, für die fehlenden Klassen einen Plan B zu entwickeln - und das sei gelungen. In der ersten Etage des Vion-Gebäudes, in dem auch schon Flüchtlinge wohnen, wird der Unterrichtstrakt mit einem Lehrerzimmer entstehen. Im Erdgeschoss werden die Schüler einen Aufenthaltsbereich für die Pausen bekommen. Die notwendigen Umbauten auf den rund 900 Quadratmetern halten sich in Grenzen, auch finanziell, nur einzelne Wände müssen versetzt werden.

Die IGS wird nach Sommerferien erstmals einen elften Jahrgang mit vier Klassen haben, dieser wird an den Luther Weg ziehen. "Dafür haben wir uns entschlossen, weil die Schüler in dem Alter schon recht autonom sind", sagte IGS-Leiterin Elke Helma Rothämel. Dazu kommt der achte Jahrgang mit fünf Klassen, weil er bisher noch nicht von den bisherigen Auslagerungen an die Marienburger Straße betroffen war. Diesen Standort gibt die IGS nun komplett auf und sieht am Luther Weg zumindest deutlich bessere pädagogische Voraussetzungen.

Die Elftklässler werden zum Fachunterricht in das Hauptgebäude pendeln, während die Lehrer die notwendigen Unterrichtsmaterialien in die achten Klassen weitgehend mitbringen werden. Eine besondere Herausforderung ist eine Schwerpunktklasse für Inklusion im achten Jahrgang, doch die notwendigen Räume für die Arbeit in kleinen Gruppen sind am Luther Weg vorhanden.

Noch offen ist, wann die Klassen in den Neubau wechseln können. Während die Stadt noch auf die Herbstferien setzt, glaubt Rothämel, dass es erst zu Weihnachten sein wird. Da die Schule ja noch weiter wächst, muss dann auch im Sommer 2017 noch ein weiterer Jahrgang Platz finden. "Zumindest haben wir jetzt so gut es ging eine Lösung gefunden, und das Kollegium geht sehr pragmatisch mit der Situation um", betont die Schulleiterin. Die Sanierung des alten Flügels, dazu hat die Stadt eine schriftliche Zusicherung, soll bis Ende 2017 auch abgeschlossen werden.

Verteilung der Fünftklässler steht fest

Die Stadt hat unterdessen die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen mitgeteilt. "Sie entsprechen weitgehend den Prognosen", sagte Eberhardt. Die IGS nimmt bei 173 Anmeldungen 131 Schüler und zusätzlich sechs Flüchtlingskinder auf.

An der Hauptstelle des Hölty-Gymnasiums fangen 125 Fünftklässler in fünf Klassen an, an der künftigen Außenstelle in Steinhude 44 in zwei Klassen. Damit funktionieren nach erster Einschätzung der Stadt auch die neuen Schuleinzugsbezirke der beiden Standorte des Gymnasiums.

Den Realschulzweig der Otto-Hahn-Schule besuchen nach den Ferien 62 Schüler in drei fünften Klassen, die Hauptschulklasse bekommt 13 Schüler.

Von Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sk7wpk6v2aq34d0hd8
DLRG sucht eine neue Bleibe

Fotostrecke Wunstorf: DLRG sucht eine neue Bleibe