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Was wird aus Küsters Hof?

Wunstorf Was wird aus Küsters Hof?

Auch Wochen nach Bekanntwerden, dass dem Pächter der Szene-Kneipe Küsters-Hof gekündigt wurde, hat sich der Vereinsvorstand von Ex und Job noch nicht für eine weitere Nutzung entschieden. Für den Fortbestand der Kneipe hat der Verein zwar Ideen, Schwierigkeiten bereitet ihm die Umsetzung.

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Küsters Hof als Veranstaltungszentrum wird es künftig wohl so nicht mehr geben. Der Pachtgeber Ex und Job denkt über neue Möglichkeiten nach. Dafür sucht der Verein Unterstützer.

Quelle: Tugendheim

Wunstorf. Das Kündigungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen, darum laufe der Kneipenbetrieb  zurzeit unverändert weiter, sagte Vereinsvorstand Volker Schmidt. Überlegungen, auch schon mit dem Pächter, wie es mit dem Veranstaltungszentrum Küsters Hof in Zukunft weitergehe, habe es schon seit längerem gegeben. Durch die Kündigung seien diese nun konkreter geworden, betonte er.

"Ex und Job ist ein gemeinnütziger Verein. Wir müssen unserem Satzungszweck gerecht werden. Auch wenn wir uns den Wunstorfern verbunden fühlen, steht unser Klientel, an der Hindenburgstraße sind das mittlerweile mehr als 80 Heimbewohner, im Vordergrund. Das bedeutet, dass wir als Träger der Kneipe unsere Bewohner künftig auch mit in deren Aktivitäten einbinden wollen", sagte Schmidt. Der Verein könne sich eine Nachnutzung am Nachmittag als Café oder Bistro sowie Kunst- und Kulturtreffpunkt auch bis in die späteren Abendstunden vorstellen. Eine Nutzung wie bisher gehe aus Rücksichtnahme auf die Heim- und Anwohner nicht mehr, betonte er. "Wir bemühen uns, Lösungen zu finden. Dafür brauchen wir Unterstützer, die unsere inhaltliche Arbeit mittragen. Wir haben bereits eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich dazu Gedanken macht", betonte Vorstandskollege Bernd Mickmann.

Unterstützung erhofft sich der Vereinsvorstand auch von Carsten Ens und Bernd Michaelis. Nach Bekanntgabe der Pachtvertragskündigung hatten sie eine Kundgebung für den Erhalt der Kultur-Kneipe initiiert. Mehr als 120 Teilnehmer kamen Ende März dazu in den Innenhof. Sie forderten den Erhalt des Küsters als Kneipe und Veranstaltungszentrum. "Ein erstes Treffen mit dem Ex & Job-Vorstand hat es bereits gegeben. Dabei haben beide Seiten ihre Positionen dargelegt. Wir sind im Gespräch, wir werden uns wieder treffen", sagte Ens.

Hinter Ex & Job steckt mittlerweile viel mehr

Was viele Wunstorfer nicht wissen: Ex & Job ist nicht nur Pachtgeber der Kneipe Küsters Hof oder Betreiber des Gebrauchtmöbelmarktes Icks Plus, sondern bietet soziale Dienstleistungen und Betriebe in der Region Hannover und Schaumburg an. 1984 begann das Unternehmen auf Küsters Hof. Seit dem hat sich Ex & Job stetig weiterentwickelt. Große Bereiche sind "Leben und Arbeiten" sowie die inklusiven Betriebe. Dazu gehört unter anderem das Psychiatrische Wohnheim an der Hindenburgstraße und die Jugendwerkstatt am Küsters Hof. Außerdem betreibt der Betrieb mehrere Wohngemeinschaften. In Wunstorf gibt es betreute Einzelwohnungen. In den nächsten Monaten wird die Leine-Zeitungen in loser Reihenfolge über die einzelnen Aktivitäten des Verein berichten.

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Demo für den Erhalt des Küsters Hof: Ende März zeigten mehr als 100 Wunstorfer, dass sie die Kultur-Kneipe nicht missen möchten.

Quelle: Tugendheim

Von Christiane Lange-Schönhoff

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