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Feuerwehr Wunstorf verhindert Katastrophe

Gaskonzentration in Wohnhaus Feuerwehr Wunstorf verhindert Katastrophe

Ein 85-jähriger Mieter soll in Wunstorf versucht haben ein Wohnhaus zur Explosion zu bringen. Ihm wird vorgeworfen, am Sonnabend in den frühen Morgenstunden die Gasleitung des Hauses manipuliert zu haben. Die Feuerwehr konnte eine Explosion gerade noch verhindern. Der 85-Jährige ist auf der Flucht.

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Die Feuerwehr rückt mit Beatmungsgeräten in das Haus vor.

Quelle: Albert Tugendheim

Wunstorf. Die Polizei ermittelt gegen einen 85 Jahre alten Mieter, der versucht haben soll, in der Nacht zu Sonnabend ein Haus in der Neuen Straße in die Luft zu sprengen. Weil der 79 Jahre alte Vermieter, der mit seiner Frau im selben Haus wie sein Mieter wohnt, Rauch bemerkte und Alarm schlug, und weil der erste Trupp der Feuerwehr umsichtig vorging, blieb eine Katastrophe aus.

Flaschen mit leicht entzündbaren Flüssigkeiten in der Wohnung verteilt, eine gezielte Manipulation an der Gasleitung zum Herd und ein Zündmechanismus mit Zeitschaltuhr: Der mutmaßliche Täter ging offenbar sehr gezielt und nach Plan vor. Der Mann ist nach Angaben der Polizei noch verschwunden.

Die Feuerwehr Wunstorf hat eine Gasexplosion in Wohnhaus verhindert.

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Um 5.15 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, wenige Minuten später trafen die ersten Einsatzkräfte vor dem etwas zurückliegenden älteren Haus ein. Als der erste Trupp unter Atemschutz in das Haus ging, schlugen die Gasmessgeräte der Feuerwehr an. Der Truppführer entschied sofort, dass die Löschkräfte sich zurückziehen mussten. Ein Feuer hatte es gegeben, die Flammen waren offenbar erstickt.

Weitere Messgeräte und ein Spezialfahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Neustadt sowie die Wärmebildkamera (Feuerwehr Steinhude) wurden zur Einsatzstelle beordert. 37 Feuerwehrleute waren im Einsatz. „Mit dem Schaffen von Lüftungsöffnungen und dem Einsatz eines Überdruckbelüfters konnten wir die Gefahr schließlich beseitigen“, sagte Feuerwehr-Pressesprecher Marvin Nowak nach dem Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Nachdem die Gefährdung offenbar geworden war, wurden auch die Nachbarhäuser geräumt. Eines der Häuser, in dem auch Kinder wohnen, steht nur etwa einen halben Meter entfernt. Die Johanniter kümmerten sich um die Bewohner. Ein Mitarbeiter der Stadtwerke Neustadt war ebenfalls alarmiert worden. Er schloss die Gaszufuhr zu dem gefährdeten Haus.

Als die Gefährdung wegen der hohen Gaskonzentration vorüber war, suchte die Feuerwehr nach möglichen Brandquellen in dem Haus. Der Zugang zum Haus wurde abgesperrt, als schnell deutlich wurde, dass eine Explosion absichtlich herbeigeführt werden sollte. Der Kriminaldauerdienst der Polizei Hannover inspizierte später das Haus und leitete Ermittlungen gegen den 85-Jährigen ein. Es geht dabei um den Verdacht der versuchten schweren Brandstiftung sowie den Versuch des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Die Hintergründe zur Tat sind noch unklar.

von Albert Tugendheim 

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