Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Giftalarm auf der Deponie Kolenfeld

Wunstorf Giftalarm auf der Deponie Kolenfeld

Wegen eines verrosteten Behälters mit Pflanzenschutzmittel musste am Sonnabendvormittag die Feuerwehr auf der Deponie Kolenfeld anrücken. Auf dem Kanister war noch zu lesen, dass das Mittel Arsen enthält. Die Deponie blieb bis zum Dienstschluss am Mittag gesperrt.

Voriger Artikel
Eichen sollen vom Reformations-Jubiläum bleiben
Nächster Artikel
Erstes Funtasiefest steigt im Bürgerpark

Die Feuerwehr birgt an der Deponie Kolenfeld giftiges Pflanzenschutzmittel aus einem Privatauto.

Quelle: Kathrin Götze

Kolenfeld. Das Problem: Von dem Granulat war etwas aus dem kaputten Behälter ins Auto des Ehepaars geraten, das den Gefahrstoff abgeben wollte. Die beiden Kolenfelder, Jahrgang 1947 und 1943, hatten das Mittel im Schuppen einer alten Dame in Groß Munzel gefunden, die sie bis zu ihrem Tod im vergangenen Jahr betreut hatten. Offenbar war es Jahrzehnte alt, inzwischen gilt das Mittel als Gefahrstoff.

Entsprechend umfangreich waren die Vorsichtsmaßnahmen, mit denen die Feuerwehr beim Dekontaminierungseinsatz vorging. Helfer aus Wunstorf, Kolenfeld und Steinhude waren im Einsatz. Mit speziellen ABC-Schutzanzügen räumten zwei Feuerwehrmänner das Auto aus, entfernten die Granulatreste und bargen den Kanister. Dieser muss nun als Sondermüll entsorgt werden.

Parallel überprüfte die Ortsfeuerwehr den Garten der alten Dame in Groß Munzel auf weitere Gefahrstoffe. Die beiden Finder wurden vorsichtshalber in ein Krankenhaus eingeliefert und dort über Nacht beobachtet.

Während des Einsatzes ab etwa 11.20 Uhr war die Deponie gesperrt, weitere Anlieferer wurden am Sonnabend nicht hineingelassen. Die eingesetzten Mitarbeiter hatten ihre Mühe, jeden einzelnen Autofahrer vor dem Tor davon zu überzeugen, dass er auch mit vollem Anhänger wieder umkehren müsse.

Arsen: Giftstoff wird noch vielfach verwendet

Arsenik, kurz: Arsen, ist ein chemisches Element, das in verschiedenen Formen noch vielfach verwendet wird. Weltweit ist es noch in der Galvanikindustrie (bei der Zinkschmelze) im Einsatz, auch in Pestiziden wird es verwendet. Für Lebensmittel und Trinkwasser gelten aber teilweise strenge Grenzwerte, auch die gewerbliche Nutzung ist scharf reglementiert.

In bestimmten chemischen Verbindungen kann Arsen eine hochtoxische Wirkung entfalten. Eine akute Arsenvergiftung führt zu Krämpfen, Übelkeit, Erbrechen, inneren Blutungen, Durchfall und Koliken, bis hin zu Nieren- und Kreislaufversagen. Es gilt überdies als krebserregend.

doc6rwyr2jtl405adzk8kz

Fotostrecke Wunstorf: Giftalarm auf der Deponie Kolenfeld

Zur Bildergalerie

Von Kathrin Götze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smn8rehvk31ihy3berr
Schönes Wetter lockt viele Besucher an

Fotostrecke Wunstorf: Schönes Wetter lockt viele Besucher an