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Feuerwehren verabschieden ihren Chef

Hagenburg Feuerwehren verabschieden ihren Chef

Rund 200 Feuerwehrleute mit Fackeln in der Hand haben gegenüber vom Feuerwehrhaus Hagenburg am Sonntagabend die festliche Szenerie für den Abschied von Gemeindebrandmeister Joachim Muth gebildet.

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Joachim Muth übergibt die Einsatzleiter-Weste und Abzeichen an Ralf Hermann.

Quelle: Jan Peter Wiborg

Hagenburg. Ihnen gegenüber intonierten die Musiker vom Blasorchester Bückeburger Jäger gemeinsam mit dem Spielmannszug Ahnsen den Großen Zapfenstreich für den Vollblut-Feuerwehrmann.

16 Jahre lang führte der 52-jährige Muth die Feuerwehren der Samtgemeinde Sachsenhagen an. Im vergangenen Juli übernahm Muth das Amt des Brandabschnittleiters Nord des Landkreises Schaumburg.

Vom geplanten, festlichen Abschied hatte Muth nach eigenem Bekunden „nichts mitbekommen“. Mit einem Feuerwehr-Oldtimer, einem Magirus Löschgruppenfahrzeug 16 TS, hatte der designierte Nachfolger als Gemeinde-Brandmeister, Ralf Hermann, Muth und Ehefrau Sandra im heimatlichen Wölpinghausen abgeholt.

Bevor Muth aus den Händen von Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier in der gut gefüllten Fahrzeughalle seine Entlassungsurkunde überreicht bekam, strich Wedemeier die besonderen Qualitäten Muths heraus. Der Wölpinghäuser sei ein „Feuerwehrmann aus dem Bilderbuch“, lobte der Samtgemeindebürgermeister. 1976 sei er mit zehneinhalb Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten, 1982 mit 16 Jahren in die aktive Wehr übernommen worden. Innerhalb kürzester Zeit habe er die Lehrgänge absolviert. Als Gruppenführer sei er 1996 bereits Zugführer des ersten Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord im Einsatz gewesen.

2001 folgte er Klaus-Peter Grote als Gemeindebrandmeister, weil dieser zum Abschnittsleiter Nord gewählt worden war.

Muth sei ein „aufrichtiger, ehrlicher und verlässlicher Partner“, strich Wedemeier heraus, alle Diskussionen seien von gegenseitigem Respekt, Verständnis und dem Willen geprägt gewesen, die Feuerwehr nach vorne zu bringen. Zusammen habe man „einige, neue rote Autos beschafft“, neue Feuerwehrgerätehäuser gebaut und ein Brandschutzbedarfsplan aufgestellt worden.

Wedemeier erinnerte auch an Muths Hochwassereinsätze mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft und den Brand auf der Deponie. In solchen Situationen durfte man Muth „ruhig, souverän und entscheidungssicher erleben“, lobte der Samtgemeindebürgermeister.

Die für seinen stimmungsvollen Abschied angetretenen Feuerwehrleute sowie der von seinem Stellvertreter Jörg Wunnenberg geführte Zapfenstreich trieben Muth „ein paar Tränen in die Augen“, aber so, bekannte er später in seiner Rede, es sei ja zum Glück dunkel gewesen. Der scheidende Samtgemeinde-Feuerwehrchef dankte allen Feuerwehrkräften und der Verwaltung und seiner Ehefrau Sandra für die Unterstützung. „So ganz weg bin ich nicht“, meinte Muth, „wenn ihr einen Platz für mich habt, rücke ich auch künftig gerne mit meiner Ortsfeuerwehr aus.“ Die rund 200 Anwesenden verabschiedeten ihn mit stehenden Ovationen vom Rednerpult.

Ralf Hermann im Amt

Die Einsatzleiterweste mit dem Abzeichen für die Samtgemeinde hat der neue Gemeindebrandmeister Ralf Hermann aus der Hand seines Vorgängers Joachim Muth bekommen. Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier beförderte den 49-jährigen Hermann zum Oberbrandmeister.

Hermann kommt wie Muth aus der Ortsfeuerwehr Wölpinghausen, der er bereits seit der Jugendwehr angehörte. Er amtiert seit 2007 als Ortsbrandmeister, Ehefrau Simone Hermann leitet die Kinderfeuerwehr.

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Von Jan Peter Wiborg

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