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20.000 Besucher beim Feuerwerk in Steinhude

Wunstorf 20.000 Besucher beim Feuerwerk in Steinhude

Ein künstlicher Schneemann an Deck eines geschmückten Bootes ist zwar ein eindeutiger Kommentar der Besatzung zu diesem Sommer gewesen, und tatsächlich sollte vor dem Feuerwerk zum Festlichen Wochenende vor 20 Uhr dann auch wieder ein kräftiger Regenschauer über das Steinhuder Meer hinweg ziehen.

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Feuerwerk am Steinhuder Meer: Auch von vielen geschmückten Booten aus wird das Spektakel verfolgt.

Quelle: Sven Sokoll

Steinhude. Diejenigen, die ihre schwimmenden Untersätze schon auf dem Steinhuder Meer postiert hatten, mussten wenn möglich noch mal Schutz in der Kajüte suchen, die meisten warteten aber noch länger an Land. Als sich kurz nach 22 Uhr die erste Rakete in den Nachthimmel erhob, hatte sich der See vor Steinhude aber doch wieder mit einer sehr ansehnlichen Kulisse von geschmückten Booten gefüllt - Freizeitkapitäne ebenso wie Auswanderer.

Einige der Besucher Land hatten allerdings Pech. Wer keinen Schutz gefunden hatte, für den war bereits nach dem ersten starken Guss der Abend beendet. Durchweicht gingen dann auch nicht wenige zurück zu ihren Autos. Voll war es an der Promenade und den vielen Ständen dennoch. Die Polizei schätzte, dass in der Spitze zwischen 15.000 und 20.000 Besucher im Ort waren. "Sicherlich hat der Regen uns einige Besucher gekostet", sagte Willi Rehbock, Geschäftsführer der Steinhuder Meer Tourismus GmbH. Trotzdem war er insgesamt mit dem Wochenende zufrieden, auch bei der kleineren Schwesterveranstaltung in Mardorf.

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Bei der Rückfahrt aus Steinhude kam es zu Behinderungen durch einen fünf Kilometer langen Rückstau. Allerdings waren auch noch rund 1300 Gäste bei der Zeltparty im Anschluss. Hier und bei der Mallorca-Party am Freitag verzeichnete die Polizei insgesamt sechs Anzeigen wegen Körperverletzungen und eine Beleidigung.

Im Ort mit seinem Bühnenprogramm und Ständen hatten sich bei bedecktem Himmel am Sonnabendnachmittag noch nicht ganz so viele Menschen durch die Straßen bewegt, einige hatten sich aber schon die besten Plätze am Ufer gesichert und ihre Tische und Stühle aufgestellt. So konnten sie auch die Optimistenregatta verfolgen, bei der 25 junge Segler antraten. Ein ordentliches Feld. Nachdem schon beim Start der Wind nicht sehr stark gewesen war, ging er dann unterwegs noch weiter zurück. Wettfahrtleiter Sebastian Tatje ließ deshalb abkürzen und konnte dann zur Siegerehrung schreiten. Bennet Rabsch hatte vor Noah Breitenstein und Max Bücher gewonnen.

Beim abendlichen Bootskorso freute sich Rehbock über einige neue Beiträge. Am Sonntagabend wurden die Sieger ausgezeichnet: Nach einer Abstimmung gewann Heiko Gruschka mit seinem Neptun vor Achim Kattree (Fahrrad) und Ulrich Balzer (Feuerwerk im Wechsel mit weiteren Motiven).

Am sonnigen Sonntag nach dem Feuerwerk füllten sich die Straßen rasch wieder, die Besucher konnten unter anderem die Mini-Playbackshow und das Gastspiel des Posaunenchors Steinhuder Meer verfolgen. Bei den Hobbykünstlern im Schulzentrum hofften die Aussteller noch auf etwas mehr Zulauf als am Sonnabend. Davon hätte unter anderem der Arbeitskreis Tschernobylhilfe profitiert, der dieses Mal auch mit einem Stand dabei war und Spenden für sein Ferienprogramm für weißrussische Kinder sammeln wollte. Doch auch mit wenig Besuchern hat die Veranstaltung für die Aussteller ihren Wert: "Wir sind hier eine tolle Gemeinschaft", sagte Margrit Engelmann.

Umfangreich war vor der Veranstaltung über das Sicherheitskonzept für das Festliche Wochenende gesprochen wurden. Ein Ergebnis war, dass am Sonnabend, dem Tag mit der höchsten Besucherzahl, zusätzliche Absperrungen das Wohl der Besucher besser gewährleisten sollten. Dass am Wochenende und vor allem zum Feuerwerk alles lief, dafür waren zahlreiche Helfer auch von Feuerwehr, Johannitern und THW notwendig. Während die Feuerwehr sich immer um die Wasserspiele vor der Promenade kümmert und dabei einige neue Akzente setzte, waren 35 Freiwillige vom Technischen Hilfswerk bei Parkplätzen und Beleuchtung eingesetzt. Die Johanniter waren mit 38 Helfern und einem Arzt vor Ort und mussten bis Sonntagmorgen in 25 Fällen eingreifen. Sie sprachen von einem eher ruhigen Einsatz. Sechs Patienten kamen ins Krankenhaus. Eine Verpflegungsgruppe und Experten für Technik und Sicherheit hielten dem medizinischen Personal den Rücken frei.

Noch nicht ganz einschätzen konnte Rehbock am Sonntag, wie viele Besucher tatsächlich die konkurrierenden Veranstaltungen in Bad Nenndorf, Barsinghausen und Luthe gekostet haben. Er möchte mit dem Festlichen Wochenende eigentlich gern auf dem letzten Wochenende im August bleiben. "Wir werden mit den Kollegen das Gespräch suchen." Weil das Maschseefest nach hinten gerutscht war, waren auch die Steinhuder vom bisher üblichen dritten Augustwochenende abgekommen.

Von Sven Sokoll und Mirko Bartels

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