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Fischer müssen Reusen ändern
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Steinhude Fischer müssen Reusen ändern

Die Aktion Fischotterschutz hat vor dem Verwaltungsgericht Hannover in einem Eilverfahren und einer Klage gegen die Region sowie zwei beigeladene Fischer einen vorläufigen Sieg errungen.

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Niederlage vor Gericht: Fischer dürfen ab sofort nicht mehr mit den Reusen in der althergebrachten Form fischen.

Quelle: Rocktäschel

Wunstorf. Die Reusen am Steinhuder Meer müssen so verändert werden, dass sie keine tödliche Falle mehr für die seit 2009 existierende kleine Fischotterpopulation darstellen, urteilte die 4. Kammer. Bis dahin ist die Reusenfischerei verboten.

Wie diese Umrüstung auszusehen hat, das muss die Region Hannover als Untere Naturschutzbehörde entscheiden. Die Aktion fordert Otterkreuze, das sind Gitter vor der Öffnung der Reusen. Die Fischer favorisieren eine Sollbruchstelle in Form von Nylonfäden in den Netzen. Prototypen existieren und werden in Potsdam im Institut für Binnenfischerei getestet, sagte Carsten Brauer, Vorsitzender des Landesfischereiverbandes Niedersachsen. Die Otterkreuze würden den Ertrag deutlich mindern.

„Wir werden auf den Kosten sitzenbleiben und müssen mehr Arbeitsleistung bringen“, sagte Detlef Hodann, Vorsitzender des Fischereivereins Steinhude nach der Verhandlung. Kollegen, die der Verhandlung folgten, sprachen sogar von Berufsverbot.

Mark Ehlers, Vorstandsvorsitzender der Aktion Fischotterschutz, sprach von einem wichtigen Urteil. Denn das Gericht hatte auch entschieden, dass der Naturschutzverband ein Mitspracherecht bei einem Verträglichkeitsverfahren erhalten soll, dass die Region ebenfalls einleiten muss. Das Steinhuder Meer ist FFH-Gebiet, und Fischotter gehören zu den besonders schützenswerten Tieren. Es spiele keine Rolle, dass es keine Fischotter am Meer gab, als das FFH-Gebiet ausgewiesen wurde.

Auch dass die Reusenfischerei schon vorher ausgeübt wurde, wertete das Gericht nicht als Grund dafür, dass diese in der alten Form beibehalten werden dürfe. Wie das Mitspracherecht konkret aussehen muss, blieb offen. Die Gesetzeslage auf europäischer und deutscher Ebene ist unklar. Das Gericht ließ aus diesem Grund die Möglichkeit der Berufung zu.

Die Region und die Fischer wollen dies nach Vorlage des schriftlichen Urteils prüfen.

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Steinhude
Der Streit zwischen den Reusenfischern am Steinhuder Meer und Tierschützern geht weiter.

Die Fischer gehen in die Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover. Das untersagt die Reusenfischerei am Steinhuder Meer bis alle Reusen so umgebaut sind, dass Fischotter nicht gefährdet werden.

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HAZ-Redakteur/in Jörg Rocktäschel

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