Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Fliegerhorst: Landesbehörde hält Region für nicht zuständig

Wunstorf Fliegerhorst: Landesbehörde hält Region für nicht zuständig

Im Streit um Flugbeschränkungen vor allem für den Fliegerhorst ist auch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eingeschaltet. Zu Beschränkungen könnte es kommen, wenn der Entwurf der Region für das Naturschutzgebiet Totes Moor in der jetzigen Form gültig würde.

Voriger Artikel
Eignet sich Nistac-Gelände für Wohnungbau?
Nächster Artikel
Grüner Wall soll Luthe abschirmen

Die Interessen des Naturschutzes und des Flugbetriebs stehen sich am Fliegerhorst entgegen.

Quelle: Albert Tugendheim (Archiv)

Wunstorf. Der Geschäftsbereich Wolfenbüttel der Landesbehörde ist auch Luftfahrtbehörde. Aus Sicht der zivilen Luftfahrt hält man dort die von der Region in Paragraf 4 der Verordnung vorgegebene Mindestflughöhe von 600 Metern für ein faktisches Flugverbot.

Vor allem bezweifelt die Landesbehörde in einem Schreiben an die Region, das der Leine-Zeitung vorliegt, dass die Region als Untere Naturschutzbehörde überhaupt berechtigt sei, solche Verbote auszusprechen. In dem Schreiben wird dargelegt, dass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für die Festlegung von Luftsperrgebieten und Gebieten mit Flugbeschränkungen zuständig sei. Außerdem verweist die Landesbehörde darauf, dass Flughöhen europa- und bundesrechtlich einheitlich normiert seien. Auch deswegen stellt die Landesbehörde das Vorhaben der Region infrage.

Schließlich fügt die Behörde noch den Hinweis an, dass die Möglichkeiten zum Schutz von Vögeln durch die Einstufung als luftfahrtrelevantes Vogelgebiet bereits ausgeschöpft seien. In solchen Gebieten gilt die Empfehlung (kein Verbot), nicht unter 600 Metern Höhe zu fliegen. Nach Ansicht von Fachleuten kann sich die Bundeswehr dabei nicht auf Sonderrechte berufen. Die gibt es demnach nur in Krisenfällen.

Die Politiker der Regionsversammlung sollen nach bisheriger Planung am 1. März den Verordnungsentwurf beschließen. Rat und Verwaltung der Stadt Wunstorf haben dafür plädiert, wegen der Ungereimtheiten in Sachen Fliegerei den Beschluss zu vertagen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Albert Tugendheim

doc6sou12065oi1e3senhn4
Engelsflügel haben es in Innenstadt geschafft

Fotostrecke Wunstorf: Engelsflügel haben es in Innenstadt geschafft