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Flüchtlinge sollen anständig aufgenommen werden

Wunstorf Flüchtlinge sollen anständig aufgenommen werden

Bis zu 125 Flüchtlinge sollen am Luther Weg untergebracht werden. Trotz mancher Sorge haben die Anwohner der Stadt dabei auch Unterstützung signalisiert.

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Das Bürogebäude am Luther Weg wird zur Flüchtlingsunterkunft umgestaltet.

Quelle: Albert Tugendheim

Wunstorf. „Anständig“ - das ist am Montag bei einer Bürgerversammlung zur geplanten Flüchtlingsunterkunft am Luther Weg so etwas wie das Wort des Abends gewesen. Die Stadt in Person von Baureferatsleiter Andreas Varnholt versprach, das Quartier im ehemaligen Vion-Verwaltungsgebäude gleichermaßen für die 125 Flüchtlinge wie auch für die Anwohner so anständig wie möglich herzurichten. Die 180 anwesenden Bürger in der Oststadtschule ließen in der Mehrheit verspüren, dass sie die Neuankömmlinge auch anständig empfangen wollen. „Da kommen Menschen in Not und keine, die vor allem Störenfriede sein wollen“ - dieser Satz aus ihren Reihen bekam viel Applaus.

Der Umbau wird sich in den nächsten Wochen relativ einfach gestalten. Die übliche Bürogröße von 18 Quadratmetern erlaubt es schon so, dort jeweils zwei Bewohner einzuquartieren - mit relativ normaler Möblierung, ohne Feldbetten. Für Familien können Zimmer verbunden werden. Gruppen mit zehn bis 20 Bewohnern sollen sich jeweils eine Küche und Sanitärräume teilen.

Natürlich gibt es Sorgen, die auch angesprochen wurden. So stellen sich viele Oststädter die Frage, wo die Bewohner sich wohl tagsüber aufhalten werden - vor der Tür, ist eine Befürchtung, weshalb gebeten wurde, den Eingang vom Luther Weg weg zu verlegen. Varnholt berichtete, dass die Stadt sich bemüht, einen Außenbereich auf dem Ex-Vion-Gelände von dem neuen niederländischen Eigentümer anzumieten. Ganz geklärt ist das aber noch nicht, genauso wie viele weitere Fragen.

Unruhe befürchtet nicht nur die Nachbarschaft, sondern auch Mitarbeiter der Firma Vion IT, die in der ersten Etage als Mieter bleiben wird. Darum wird sich der künftige Betreiber des Heims gemeinsam mit einem Sicherheitsdienst kümmern müssen. Konflikten zwischen Kulturen kann die Stadt aber auch über die Verteilung der Flüchtlinge vorbeugen. Varnholt bestätigte, dass das Vion-Gebäude auch Platz für mehr Flüchtlinge hergeben würde. „Im Moment ist die Neigung aber nicht da, das zu nutzen.“

Im Dezember sollen die ersten Flüchtlinge einziehen. Der Erste Stadtrat Carsten Piellusch kündigte an, dass es vorher noch einen Tag der offenen Tür für interessierte Bürger geben werde. Aus der Versammlung kam zudem der Vorschlag, dass sich die neuen Nachbarn bei einem Straßenfest kennenlernen könnten.

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