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Theaterspiel setzt Zeichen für mehr Toleranz

Wunstorf Theaterspiel setzt Zeichen für mehr Toleranz

Acht Männer, Frauen und Kinder, die als Flüchtlinge nach Wunstorf gekommen sind, sechs Deutsche, die privat oder beruflich in Kontakt mit ihnen stehen: Das waren die Protagonisten eines Theaterspiels, mit dem sie am Sonntagnachmittag im Jugendcafé des Bau-Hofes für viel Begeisterung sorgten.

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"ZUsammenWachsen": Männer, Frauen und Kinder, die als Flüchtlinge nach Deutschland und Wunstorf gekommen sind, und Deutsche entwickeln gemeinsam ein Theaterstück.

Quelle: Christiane Lange-Schönhoff

Wunstorf. Wie nehmen wir uns und andere wahr? Was können wir von anderen Kulturen und voneinander lernen? Wie profitieren wir von kulturellen Unterscheiden und Gemeinsamkeiten? Mit dem von ihnen mitentwickelten Theaterspiel "ZUsammenWACHSEN" haben Flüchtlinge und Einheimische den Nerv des Publikums getroffen. Etwa 100 Zuschauer verfolgten aufmerksam, was die bunt gemischte Gruppe, angeleitet von Theaterpädagogin und Regisseurin Dorothee Zapke, in einem mehrwöchigen Projekt auf die Beine gestellt hatte. Zapke, sie arbeitet in Amsterdam und Hannover, lieferte die Idee und das Konzept. Als Veranstalterin stand ihr die Gleichstellungsbeauftragte Dorothea Diestelmeier zur Seite.

Vorurteile abbauen, Klischees erkennen, Gemeinsamkeiten entdecken: In kleinen Szenen gewährten die Darsteller dem Publikum einen Einblick in ihre unterschiedlichen Gefühlswelten. Was passiert eigentlich, wenn wir aufhören, Menschen in Schubladen zu stecken? Nachteulen, Klassenclowns, Ängstliche, gute und böse Menschen, Warmherzige oder Egoisten gebe es schließlich auf beiden Seiten, waren sich die Projektteilnehmer einig. Ausdrucksstark und mit viel Mimik und Bewegung zeigten sie  auf, dass es trotz unterschiedlicher kultureller Herkunft viele Schnittmengen gibt. 

"Während des Workshops hatten wir eine sehr gute Zeit miteinander, viel Freude am Lernen und das eine oder andere Aha-Erlebnis. Das Ergebnis sind Geschichten von Begegnungen, von Sehnsucht und Hoffnung, die wir gerne weitergeben wollten. Und wir haben gemerkt, dass es sehr viele Missverständnisse gibt", beschreibt Dorothea Diestelmeier den Projektverlauf. Sie sei davon überzeugt, dass unterschiedliche Kulturen zusammenwachsen könnten, ohne sich selbst oder den anderen zu verbiegen. Wichtig seien dabei aber gegenseitiger Respekt und ein lebendiges Miteinander im Alltag, betonte sie. 

Das Spiel von Flüchtlingen und Einheimischen rührte die Zuschauer an. "Das war großartig und sehr beeindruckend. Ich hatte zeitweise Tränen in den Augen", verrät ein Theaterbesucher nach der Vorstellung. Wer anschließend noch blieb, tauschte sich mit anderen Gästen aus oder stärkte sich mit Fingerfood aus der syrischen und afghanischen Küche.

Gefördert wurde das interkulturelle Theaterprojekt durch die Calenberg-Grubenhagensche Landschaft und die Region Hannover. Veranstalter war die Stadt Wunstorf.

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Von Christiane Lange-Schönhoff

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