Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
80 Flüchtlinge sollen in Barne unterkommen

Wunstorf 80 Flüchtlinge sollen in Barne unterkommen

Die Stadt will im Sommer auf dem Parkplatz an der Rudolf-Harbig-Straße eine Unterkunft für Flüchtlinge errichten. Bei den Anwohnern sorgt das offenbar nicht für größere Unruhe, zumindest nach der Resonanz auf eine Einwohnerversammlung am Dienstagabend.

Voriger Artikel
Einbrecher stehlen Tresor aus Weinhandel
Nächster Artikel
Sandra Lüpkes liest zum Frauentag

Auf dem Parkplatz an der Rudolf-Harbig-Straße soll ein Heim für 80 Flüchtlinge entstehen. Der Erste Stadtrat Carsten Piellusch erläutert die Pläne in einer Versammlung in der Aula der Otto-Hahn-Schule.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Die große Aula der Otto-Hahn-Schule war vorsorglich mit Stühlen gefüllt worden, doch nur gut 30 Zuhörer konnte der Erste Stadtrat Carsten Piellusch schließlich begrüßen, um gemeinsam mit Baudirektor Robert Lehmann die Pläne vorzustellen.

Schon länger war der Schotter-Parkplatz zwischen Schulzentrum und Lebenshilfe-Kita als Container-Standort im Gespräch gewesen. Nun will die Stadt dort, anders als in Mesmerode und Großenheidorn, allerdings ein zweigeschossiges Heim in so genannter Holzrahmenbauweise für 80 Bewohner errichten. Die Zimmer sind auf drei Flügel aufgeteilt. Die Lebensdauer beträgt bis zu 20 Jahre. "Von außen wird es wie ein richtiges Gebäude aussehen", sagte Lehmann. Eine Nachnutzung ist denkbar, wenn es für Flüchtlinge nicht mehr benötigt wird.

Gemeinsam mit einem eingeschossigen Containerkomplex, der vom Betreiber genutzt wird, soll ein Innenhof entstehen, der auch die Lärmbelastung für die Anwohner reduzieren soll. Der Betreiber wird noch gesucht, doch das Konzept mit Sozialarbeitern und Sicherheitsdienst wird ähnlich wie am Luther Weg ausfallen. Wegen der guten Infrastruktur im Umfeld ist allerdings nur ein Gemeinschaftsraum eingeplant.

"Auch die Polizei hat uns grünes Licht für diesen Standort gegeben", betonte Piellusch, der auch Befürchtungen zu entkräfteten versuchte, die Schüler könnten auf ihrem Schulweg am Heim entlang gefährdet werden. Nach Vorstellung der Stadt soll das Heim im August fertig sein. Ähnlich wie am Luther Weg sollen Interessierte bei einem Tag der offenen Tür noch die Gelegenheit bekommen, sich alles anzusehen, bevor die künftigen Bewohner kommen.

Die Fragen richtete sich auch danach, welche Bereitschaft die Flüchtlinge haben, sich zu integrieren. Piellusch ist überzeugt: "Integration ist natürlich eine beiderseitige Geschichte. Aber viele bringen einen großen Ehrgeiz mit, sich hier ein neues Leben aufzubauen."

Er hofft, dass auch die Vereine im Umfeld ein wichtiger Beitrag dazu sein werden und dass auch am neuen Standort viele Ehrenamtliche sich im Heim engagieren werden, etwa bei einem Begegnungscafé. Joaquim Braga zumindest, Vorsitzender des Integrationsbeirats, war sehr zuversichtlich: "Das Viertel ist ideal, es wird hier laufen", sagte er.

doc6orwntdc8341itvacndm

Auf dem Parkplatz an der Rudolf-Harbig-Straße soll ein Heim für 80 Flüchtlinge entstehen.

Quelle: Sven Sokoll

Von Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6snpn29kwfd4673oj1s
Jugendparlamentarier tagen ein letztes Mal

Fotostrecke Wunstorf: Jugendparlamentarier tagen ein letztes Mal