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Förderprojekt für Familien findet Anklang

Wunstorf Förderprojekt für Familien findet Anklang

Das Projekt Familie stärken hat sich in Wunstorf etabliert. Der Ortsrat der Kernstadt hat sich am Mittwochabend von Leiterin Janet Breier informieren lassen und viel Lob für die Arbeit mit ehrenamtlichen Helfern gefunden.

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Janet Breier hat das Projekt Familie stärken im Ortsrat vorgestellt.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Das Projekt im Kirchenkreis unter dem Dach der Diakonie soll nun auch von der Stadt gefördert werden. Dafür sprach sich der Ortsrat in seiner Sitzung aus. Die nachfolgenden Ratsgremien dürften das ebenfalls so sehen. 2000 Euro sollen im nächsten Jahr gezahlt werden, nachdem Zuschussanträge für das Vorgängerprojekt Wellcome regelmäßig mit Blick auf die Haushaltslage abgelehnt worden waren.

In dem Projekt geht es darum, Familien in den ersten Jahren nach Geburt eines Kindes mit praktischer Hilfe zu begleiten, berichtete Breier dem Ortsrat. 24 ehrenamtliche Helferinnen leisten dabei Wichtiges. „Sie verschenken Zeit“, sagte die Projektkoordinatorin, die als Einzige mit einem Stundenbudget hauptamtlich arbeitet.

Das Zeitgeschenk kann zum Beispiel darin bestehen, auf das Baby zwei Stunden aufzupassen, um der Mutter mal die Möglichkeit zu geben, sich auszuruhen. Galt das Angebot der Hilfe und Beratung zunächst nur für das erste Jahr nach der Geburt eines Kindes, hilft Familie stärken auch länger bis zum Kindergartenalter. Persönliche Beratung gibt es ebenso als Angebot wie die Möglichkeit zum Austausch mit anderen. Breier berichtete, dass sie inzwischen auch mit anderen Organisationen gut vernetzt sei. Das Neustädter Krankenhaus etwa ist sehr an der Arbeit des Projektes interessiert. Aber, so betonte die Leiterin, es gebe keine automatischen Meldung an sie über Geburten. Die Eltern müssen sie selbst an das Projekt wenden.

Breier ist inzwischen auch damit befasst, Eltern-Kind-Gruppen aufzubauen, wie es sie mit den Kirchenkrümeln und Kirchenkeksen in Neustadt bereits gibt. Auch wenn die Bindung zur Kirche besteht: „Ich frage bei Hilfesuchenden nicht nach der Konfession“, sagte Breier.

Ein Mama-Café gibt es inzwischen auch in Wunstorf und neuerdings auch den Großelterndienst, bei dem sich Menschen als Ersatzoma und -opa immer mal wieder um Kinder kümmern. Schließlich ist es längst nicht mehr die Regel, dass die wirklichen Großeltern am Ort der jungen Familien leben.

Weil das Projekt Familie stärken stark von Spenden abhängig ist, kümmert sich seit dem vergangenen Jahr ein Förderverein um Unterstützung des Projektes. Die geringe Aufnahmegebühr von 10 Euro für Nutzer trägt kaum zur Finanzierung des Projektes bei. Sie werde nach den Worten Breiers zudem häufig erlassen. 2000 Euro soll nun die Stadt zuschießen, das befand der Ortsrat einstimmig.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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