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Ausstellung zu Psychiatriekunst entsteht

Wunstorf Ausstellung zu Psychiatriekunst entsteht

Ein außergewöhnliches Ausstellungsprojekt beschäftigt die Aktiven des Forums Stadtkirche zunehmend. Am Montag haben Hans Heinrich Hanebuth, Walter Ehrlich und Andreas Varnholt Kunstobjekte von Dagmar Justke aus der Klinik Wahrendorff geholt. Die Ausstellung "Freiheitsräume" beginnt am 18. September.

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Hans Heinrich Hanebuth (von links), Andreas Varnholt und Walter Ehrlich vom Forum Stadtkirche bringen eine Figur am Kreuz von Dagmar Justke für die Ausstellung im September in die Kirche.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Im Mittelpunkt steht die Kunst von Julius Klingebiel, der 1940 in der damaligen Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt in Wunstorf zwangssterilisiert worden ist und noch bis 1965 in Göttingen eingesperrt blieb. Er malte seine Zelle schmuckvoll aus. Sie wurde später nachgebildet und wird in dieser Form auch in der Stadtkirche zu sehen sein, ebenso wie weitere Werke von Klingebiel.

Doch auch Exponate anderer Künstler zeigt das Forum gemeinsam mit Andreas Spengler, dem früheren Wunstorfer Psychiatriedirektor, der als Kurator für die Ausstellung wirkt. Neben Justkes Objekten werden auch noch Zeichnungen und Skizzen von Elfriede Lohse-Wächtler und Aquarelle eines anonymen Künstlers zu sehen sein. "Die Objekte müssen wir zum Teil auch noch fotografieren, weil wir einen Katalog erstellen werden", kündigte Ehrlich an.

Bis zum Ausstellungsende am 9. Oktober werden zahlreiche Führungen, Filme und Vorträge die Schau begleiten, damit die Besucher die psychiatrische Kunst besser verstehen.

Von Sven Sokoll

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