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Forum zeigt Psychiatriekunst

Wunstorf Forum zeigt Psychiatriekunst

Eine Ausstellung zur Kunst von Menschen in der Psychiatrie ist der Höhepunkt im Jahresprogramm des Forums Stadtkirche. Unter neuer Führung beschäftigt sich der Verein in einer Reihe auch mit der heutigen Rolle der Religion.

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Der neue Vorstand des Forums Stadtkirche in Wunstorf: von links Kassenführer Jens-Peter Loch, stellvertretende Vorsitzende Gabi Gierke-Breuer, Beisitzerin Elke Rothämel, Vorsitzender Hans Heinrich Hanebuth, Beisitzer Andreas Varnholt, Beiratsmitglied Walter Ehrlich.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. "Wir glauben, dass wir wieder ein ziemlich anspruchsvolles Programm zusammengestellt haben", sagt Hans Heinrich Hanebuth, der im Januar den Vereinsvorsitz von Walter Ehrlich übernommen hat. Ehrlich bleibt als Beiratsmitglied aber weiter aktiv. Der Vorstand setzt sich jetzt außerdem aus der zweiten Vorsitzenden Gabi Gierke-Breuer und Kassenführer Jens-Peter Loch zusammen. Zu Beisitzern wurden IGS-Leiterin Elke Rothämel und der frühere städtische Baudirektor Andreas Varnholt gewählt.

Bei Konzerten treten am 22. Mai der Pop- und Gospelchor Luthe sowie am 26. August der Akkordeonist Robert Kusiolek mit weiteren Musikern.

Die große Sommerausstellung ab 19. Juni bestreiten Arina Dähnick (Fotografien), Britta Eisen (Bilder), Barbara Lütjens (Malerei und Papierkunst) sowie Hilmar Jess mit Skultpturen.

Der Fall des Julius Klingebiel steht im Mittelpunkt des Projekts FreiheitsRäume, das am 18. September eröffnet wird. Der zeitweise in Wunstorf untergebrachte Psychiatrie-Patient war anschließend bis 1965 in Göttingen eingesperrt, wo er seine Zelle kunstvoll ausmalte. Ein Modell der Zelle wird ebenso zu sehen sein wie Werke von anderen psychische kranken Künstlern. "Es wird dazu auch ein Beiprogramm geben mit Vorträgen, Filmvorführungen und Führungen", kündigte Ehrlich an, der die Ausstellung gemeinsam mit dem früheren Direktor der Psychiatrie, Andreas Spengler, organisiert. Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt hat bereits die Schirmherrschaft übernommen.

Die Herbstreihe "Brauchen wir die Religion?" versteht das Forum als Hinführung zum Lutherjahr 2017. Die drei Vorträge beginnen am 20. Oktober und beleuchten die Ursprünge von Religion und ihre Rolle in der heutigen Gesellschaft. Am ersten Adventswochenende gibt es in der Stadtkirche wieder einen vorweihnachtlichen Markt.

Regelmäßig wird es weiterhin die Stillen Stunden donnerstags ab 18.30 Uhr geben sowie den Philosophischen Gesprächskreis, jeden ersten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr ausnahmsweise im Roten Lehmhaus.

Von Sven Sokoll

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