Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Glashaus-Kunst geht in ein Finale

Wunstorf Glashaus-Kunst geht in ein Finale

Elf Jahre lang hat der Verein Meerkunstraum mit seinen Glashaus-Ausstellungen auf der Insel Wilhelmstein regelmäßig für Tausende Kunstbegegnungen gesorgt. In diesem Jahr wandelt sich das Konzept der "Durch-Blicke" zu einer Rückblende. Der Verein löst sich im Herbst auf.

Voriger Artikel
Stadt verschickt Zusagen für Kita-Plätze
Nächster Artikel
Straße leidet unter Haldensanierung

Künstler und Initiatoren wünschen sich eine erfolgreiche Rück-Blicke-Ausstellung auf dem Wilhelmstein (im Hintergrund).s

Quelle: Sven Sokoll

Steinhude. Eigentlich wollte der aktuelle Vorstand um Katja Volkhardt die Insel in diesem Jahr nicht mehr bespielen und brachte sich in das Landart-Projekt IntraRegionale ein. Dann fragte Inselvogt Michael Zobel aber, was wohl im Sommer mit den fünf Häusern werden soll. Viele Meerkunstraum-Mitglieder waren auch der Meinung, dass es dort wieder eine Ausstellung geben soll. "Es war doch immer das Herzstück des Vereins", sagt der Ehrenvorsitzende Dietmar Junghans.

In Eigeninitiative nahmen sie Kontakt zu Künstlern auf und gewannen Dagmar Brand, Gunnar Klenke, Frank Popp, Andreas Rimkus und Rolf Sextro, die alle in den vergangenen Jahren schon auf dem Wilhelmstein ausgestellt hatten. "Es fiel mir ein Stein vom Herzen", berichtete der Inselvogt, für den die Kunstschau immer ein besonderer Magnet war.

Popp und Brand stellten frühere Exponate noch einmal zur Verfügung, Klenke, Rimkus und Sextro wurden sogar erneut künstlerisch aktiv. Und alle halfen kostenlos, so dass die Initiatoren mit einem schmalen Budget auskamen. Das hat seinen Grund: "So viel Publikum hat man sonst nicht", meint Dagmar Brand. Für Rimkus handelt es sich bei dem Ausstellungsterrain um den schönsten Ort dafür in Niedersachsen.

Der Hausherr Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe hat die Schirmherrschaft übernommen und will auch unbedingt zu einer Vernissage kommen, deren Termin aber noch nicht feststeht. "Er möchte sich persönlich bedanken", berichtete Zobel.

Der Inselvogt hat unterdessen in dieser Saison viel mit internen Neuerungen zu tun, weil die Fürstliche Hofkammer eine neue Tochterfirma für Gastonomie und Veranstaltungen gegründet hat. Der Prozess der sichtbaren Veränderungen kommt nach den erheblichen Investitionen nun aber vorerst zur Ruhe.

Wie es dann im nächsten Jahr mit den Glashäusern weitergeht, das muss sich noch ergeben. In der Runde der Initiatoren verlautete zumindest, dass ihr Engagement für die Kunst noch nicht enden muss.

Die Ausstellung "Rück-Blicke" ist vom 1. Mai bis Ende September zu sehen. Der Eintritt ist frei, die Überfahrt ist für 7 Euro mit der Steinhuder Personenschifffahrt ab Strandterrassen möglich.

Blick von der Badeinselbrücke

Das offizielle Kunstprojekt des Meerkunstraums zur IntraRegionale findet seinen Platz an der Brücke zur Badeinsel. Die Ausstellung mit insgesamt zehn Landart-Installationen in der Region läuft vom 12. Juni bis zum 30. September. In Steinhude werden Besucher die Arbeit "Unterseeische Einwanderungsbehörde" von Hartmut Stockter (Kopenhagen) erleben können. Ein Periskop am Geländer wird dabei einen Blick in einen Kasten im flachen Wasser möglich machen. Löcher sind mit den Namen unterschiedlicher Fischarten gekennzeichnet.

doc6ph5ogj5ifmq0kqjim9

Fotostrecke Wunstorf: Glashaus-Kunst geht in ein Finale

Zur Bildergalerie

Von Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6so5q7wpd5yiegd111q
Stadttheater wird aufgehübscht

Fotostrecke Wunstorf: Stadttheater wird aufgehübscht