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Handel verlangt für Plastiktüten Gleld

Wunstorf Handel verlangt für Plastiktüten Gleld

Bei vielen Händlern in der Innenstadt kostet die Plastiktüte Geld. Einige geben die Ware ihren Kunden in Papiertüten mit. Seit dem 1. Juli gilt die freiwillige Selbstverpflichtung zwischen Handel und Bundesumweltministerium, Kunstofftragetaschen nur noch kostenpflichtig abzugeben.

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Wolken trüben Kauflust der Kunden nicht

Schuhe kommen im Geschäft von Uwe Elsner in eine Papiertüte.

Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Einige haben eine Gebühr für die Tüten aus Plastik schon früher eingeführt. Seit Anfang Mai nimmt C&A 20 Cent für die Tüte. Bei Vögele hat der Kunde die Wahl zwischen 10 Cent (S/M-Größe) oder die L-Version für 15 Cent. Bei Ernsting's Family reicht die Angebotspalette seit Anfang Juni von 5 bis zu 20 Cent.

Auf Nachfrage, ob die Kunden eine Tüte möchten, folge häufig die Gegenfrage: "Kostet das was?", berichtet eine Verkäuferin von Ernsting's Family. Wurde das verneint, griffen die Kunden zu. Bezahlen wollten sie hingegen nicht. Die meisten zeigten sich einsichtig, dass eine Gebühr erhoben werde. Doch einige reagierten auch patzig und sagten vorwurfsvoll: "Ja, soll ich das jetzt in die Hand nehmen?"

Das braucht der Kunde im Schuhhaus Elsner nicht. Er erhält seine Waren seit 45 Jahren in einer Papiertasche. "Wir waren von vornherein davon überzeugt", sagt Inhaber Uwe Elsner. Er hält das Bezahlen für Plastik nicht unbedingt für eine gute Lösung. Auf Papier umstellen wäre besser. Als Chef der Werbegemeinschaft erinnere er sich daran, dass es vor Jahren einmal die Überlegung gegeben habe, einheitliche Stofftaschen einzuführen. Diese Idee, die nicht umgesetzt wurde, wolle er noch einmal aufgreifen.

Baumwollbeutel gibt es auch bei Rewe. Dort wird künftig auf Plastiktüten ganz verzichtet. Der Kunde kann seine Lebensmittel in Papiertüten oder Pet-Einkaufstaschen packen. Die Idee, auf Papiertüten umzustellen sei auch bei Edeka im Gespräch, erzählt Stefan Pede, Marktleiter von Edeka Kappe.

Beim Obst- und Gemüsestand Gerhards Eck kann der Kunde zwischen Plastik- und Papiertüte wählen. Die meisten bringen aber ihre eigenen Stoffbeutel mit, erzählt Verkäuferin Renate Sliwon. Einer davon ist Kunde Hans-Heinrich Hanebuth, der sich auch gerne Fisch in seine mitgebrachten Gläser einpacken lassen möchte. Da habe er allerdings die Antwort erhalten, dass dies nicht erlaubt sei.

Plastik oder Papier - Was nutzen Sie für ihren Einkauf?

Marita Pietsch (70) Wunstorf

Ich habe immer einen Stoffbeutel und eine Plastiktüte dabei. Nach Plastiktüten zu verlangen ist eine Unsitte. Ich war selbstständig und die Kunden meines Miederwarengeschäfts haben immer nach Plastiktüten verlangt. Es ist heutzutage schon schön, dass wieder auf Stoffbeutel zurückgegriffen wird.

Noelle Prochner (21) Rehburg

Es ist wichtig, auf Plastiktüten zu verzichten. Wenn ich mal keine dabei habe, finde ich es in Ordnung, dafür zu bezahlen. Ich nutze einen wiederverwendbaren Beutel. Für Lebensmittel liegt ein Einkaufskorb immer in meinem Auto. Für die Umwelt wäre es besser, wenn auf Papiertüten umgestellt würde.

Frauke Roszak (33) Barsinghausen

Es ist an der Zeit, dass man aufpassen sollte auf die Umwelt. Man kann sich organisieren und einen Leinenbeutel zum Einkaufen mitnehmen. Ich habe immer einen Rucksack oder eine Umhängetasche dabei. Für Erdbeeren oder Kirschen verwende ich Plastiktüten von zu Hause. Wenn ich Kleidung kaufe, nehme ich eine große, feste Tasche.

Carolin Frohn (29) Harenberg

Ich verwende meine Plastiktüten immer wieder. Für Lebensmittel nutze ich Einkaufskisten. Es wäre wahrscheinlich am besten, wenn Plastiktüten ganz abgeschafft werden. Für größere Kleidungsstücke kaufe ich auch schon mal eine Tüte, Ich hätte aber nichts dagegen, wenn die aus Papier wäre.

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Fotostrecke Wunstorf: Handel verlangt für Plastiktüten Gleld

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Von Rita Nandy

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