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Gebühren auf städtischen Friedhöfen steigen

Wunstorf Gebühren auf städtischen Friedhöfen steigen

Die Auswahl an alternativen Bestattungsformen macht sich auch auf den städtischen Friedhöfen bemerkbar. Denn die eingenommenen Gebühren reichen nicht mehr aus, um die Kosten zu decken. Die Stadtverwaltung schlägt eine Erhöhung zum 1. Januar vor, Ortsräte und Rat beginnen jetzt mit der Beratung.

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Gerd Dreger vom städtischen Bauhof arbeitet auf dem Rasen auf dem Bokeloher Friedhof.

Quelle: Kathrin Götze (Archiv)

Wunstorf. In städtischer Trägerschaft sind die Friedhöfe in Bokeloh, Idensen, Mesmerode, Kolenfeld sowie ein Teil des Luther Friedhofes. Die großen Friedhöfe in der Kernstadt und in Steinhude werden kirchlich bewirtschaftet.

Dem Vorschlag nach soll der Preis für eine Sargwahlgrabstätte, das klassische Grab mit einem Pflanzbeet darüber, von aktuell 1214 auf dann 1383 Euro erhöht werden - ein Preisanstieg von rund 14 Prozent. Diese einst so häufige Bestattungsform wird allerdings auf den städtischen Friedhöfen auch nicht mehr viel nachgefragt, seit 2012 pendelt die Zahl der Vergaben zwischen 2 und 8 im Jahr. Die meiste Nachfrage gibt es auf den städtischen Friedhöfen nach anonymen Urnengräbern, zwischen 19 und 36 davon sind in den vergangenen fünf Jahren jeweils belegt worden. Die Gebühr hierfür steigt von 530 auf dann 610 Euro.

Die günstigere Sargreihengrabstätte soll von 873 auf dann 997 Euro steigen. Teurer werden auch die Rasen-Sargwahlgrabstätten, die jetzt bei 1589 Euro liegen, ab nächstem Jahr sollen sie 1808 Euro kosten. Die Gebühren für diese Grabstätten sind höher, weil eine Pauschale für das Rasenmähen enthalten ist. Damit sind jeweils 25 Jahre Liegezeit abgegolten, nur auf dem Friedhof Kolenfeld beträgt die Liegezeit im Allgemeinen 30 Jahre.

Parallel wird auch die städtische Friedhofssatzung überarbeitet. Neue Bestattungs- und Grabformen sollen aufgenommen werden, wie etwa Urnengräber mit Dauerbepflanzung (1096 Euro) oder Rasen-Sarggräber mit Pflanzbeet (1723 Euro).

Der entsprechenden Drucksache zufolge sinkt die Zahl der vergebenen Grabstellen von Jahr zu Jahr, so dass die anfallenden Kosten auf weniger Zahler verteilt werden müssen. Dabei geht die Stadt davon aus, einen Teil der Kosten aus Steuergeld zu bestreiten. Angestrebt ist, weiter 80 Prozent der Kosten mit Gebühren zu decken, bei Kindergräbern 50 Prozent.

Ortsrat Bokeloh will Zufahrt zum Friedhof wieder freigeben

Die Zufahrt zum Friedhof Bokeloh verläuft über eine schmale Straße am Feldrand. Lange Zeit wurde sie nur in einer Richtung genutzt, die Fahrer konnten geradeaus weiter fahren und dem Weg nach rechts wieder ins Dorf folgen. Während der Bauphase an der Ortsdurchfahrt wurde dieser Schleichweg allerdings über Gebühr genutzt, auch Baufahrzeuge kürzten darüber ab, um sich die langen Umleitungswege zu sparen.

Die Stadt verbot die Durchfahrt für andere als landwirtschaftliche Fahrzeuge - und sie hat das Verbot auch nach Ende der Bauarbeiten nicht wieder aufgehoben. Der Ortsrat Bokeloh will nun darauf hinwirken, dass die Straße wieder geöffnet wird - auch wenn aus Verwaltungssicht Argumente dagegen sprechen. Diskutiert wird in der Sitzung, die am Donnerstag, 19. Oktober, 19 Uhrin der Pausenhalle der Grundschule, Am Eichkamp 8, beginnt.

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