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Gemeinschaft in Kolenfeld besteht seit 75 Jahren

Kolenfeld Gemeinschaft in Kolenfeld besteht seit 75 Jahren

Vor 75 Jahren hat sich die Gemeinschaft in Kolenfeld gegründet – zur ursprünglichen Nachbarschaftshilfe ist heute ein großer Anteil an Geselligkeit getreten.

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Der Vorsitzende Fritz Plinke zeigt die Siedlerbuche, welche die
Gemeinschaft Kolenfeld einst geschenkt hat.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Als in Kolenfeld in den Jahren 1938 bis 1940 die Siedlung am Mühlenweg gebaut wurde, haben die Bauherren nicht nur viel selbst an ihren Häusern getan, sondern sich auch gegenseitig unterstützt. Diese Nachbarschaftshilfe bekam am Ende eine feste Form unter dem Vorsitz von Wilhelm Wilharm - und führte damit zur Geburtsstunde der heutigen Siedlergemeinschaft Kolenfeld. Am Sonntag feiern rund 90 Siedler und Gäste nun das 75-jährige Bestehen im Vereinslokal, dem Gasthaus Kuckuck.

Nach dem Krieg, ab 1953, gab die wachsende Lindenkampsiedlung der Gemeinschaft einen neuen Schub. Von der Bebauung der Treuburger Straße 1965 ist überliefert, dass die Gemeinschaft Torf und Sämereien für alle bestellte. Sie unterhielt auch einen Fundus von Gerätschaften, welche die Mitglieder nutzen konnten. Doch heute hat ohnehin jeder seine Gartengeräte zu Hause stehen - und das Grün am Haus dient auch nicht mehr dazu, sich von seinen Früchten zu ernähren. So sind heute ein Grill, Tisch und Zelte die wichtigsten Utensilien geworden: Die Geselligkeit ist weiter in den Vordergrund getreten - wenn auch über den Dachverband viele Hilfsangebote weiterhin bestehen.

„Der Verein läuft ganz gut“, sagt Fritz Plinke, der ihn seit zehn Jahren führt, obwohl er selbst eigentlich kein klassischer Siedler ist. An seiner Seite hat er ein Vorstandsteam, in dem es in den vergangenen Jahren nur wenig Wechsel gab. Die 150 Mitglieder wohnen nicht nur in Kolenfeld, sondern auch in der Umgebung. Ein eigenes Haus zu besitzen ist nicht notwendig, um einzutreten. Im Lauf des Jahres gibt es einen großen Reigen von Veranstaltungen, bei denen die Resonanz meist gut ist - das reicht von Fahrradtouren bis hin zu größeren Tagesfahrten. Im vergangenen Jahr war Worpswede das Ziel, in diesem geht es noch nach Magdeburg. In der Adventszeit besucht zudem ein Nikolaus die Kinder der Siedlerfamilien.

„Die Aktivitäten im Ort machen wir auch alle mit“, betont Plinke. So haben die Sieder auch zu einem schöneren Ortsbild beigetragen, etwa mit einer Buche, die sie 1978 zum 850-jährigen Bestehen Kolenfelds auf einer Grünfläche an der Neisser Straße gepflanzt haben. Entwickelt hat sie sich prächtig.

Hilfestellung rund um das Haus

Die Kolenfelder Siedler gehören dem Verband Wohneigentum an, der bis vor zehn Jahren noch als Deutscher Siedlerbund firmierte. Die Gemeinschaft will und darf ihren alten Namen noch beibehalten. Der Verband leistet den Mitgliedern vielfältige Hilfestellungen: von einer Zeitschrift bis hin zu Versicherungen und Beratung rund um das Haus – vom Energiesparen bis zur Gartengestaltung. Dem Landesverband Niedersachsen gehören rund 47.000 Mitglieder an. Im Wunstorfer Stadtgebiet gibt es Gemeinschaften in der Kernstadt sowie in Luthe und Mesmerode.

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