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Gleisplanung muss flexibel sein

Luthe Gleisplanung muss flexibel sein

Vor Kommunalpolitikern und weiteren Interessierten haben die Stadt und ihre Gutachter am Montag den Planungsstand für die Erweiterung des Gewerbegebiets Süd bis an den Mittellandkanal heran vorgestellt. Die Gremien werden darüber in den nächsten Tagen diskutieren.

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So soll sich der Gewerbepark Wunstorf-Süd nach neustem Stand entwickeln.

Quelle: Birgit Dralle-Bürgel

Wunstorf. Doch nicht nur das: Die Kommunalpolitiker haben am Wochenende außerdem den Vertragsentwurf für die Entwicklungsgesellschaft auf den Tisch bekommen, die die Stadt gemeinsam mit der Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) für das Areal begründen will. Darüber gilt es in den anstehenden Sitzungen ebenfalls zu entscheiden, allerdings nicht öffentlich. Das letzte Wort hat der Rat am 23. September.

Mit einem Gleisanschluss hat das Planungsbüro Contrack sich beschäftigt. Gutachter Reinhart Schroeder-Baumgart machte deutlich, dass es dabei noch einen Unsicherheitsfaktor gibt: Wenn die Bahnstrecke nach Minden wie angedacht für Schnellfahrten ausgebaut wird, muss auch der Anschluss in das Gewerbegebiet anders verlaufen. Denn dann werden auf der Hauptstrecke Personen- und Güterverkehr getauscht. Es steht aber noch in den Sternen, wann der Ausbau kommt - doch beide Varianten müssen zumindest planerisch vorbereitet und der notwendige Platz freigehalten werden. Die Kosten liegen bei rund 16 Millionen Euro netto.

Im Verlauf des neuen Gleises gibt es einen Bahnübergang, es endet dann an einem Containerumschlagplatz und einer Ladekante am Mittellandkanal. Wie das aussehen könnte, damit hat sich das Büro grbv beschäftigt. Unterschiedliche Ausbauvarianten sehen vor, die Container mit einem Portalkran oder mit mobilen Transportfahrzeugen zu bewegen, den Wasserweg mit zu nutzen oder stufenweise zu bauen.

Nach Investitionen zwischen 5,9 und 14,1 Millionen Euro könnte so im Jahr ein Volumen bewegt werden, dass zwischen 42 000 und 80 000 20-Fuß-Containern entspricht. Bei den Varianten, bei denen Schiffe mit bedient werden sollen, kommen jeweils noch 5 Millionen Euro hinzu, um die Uferkante des Kanals entsprechend herzurichten.

Das Büro grbv hat auch untersucht, wie das Gewerbegebiet zwischen Gleisanschluss und L 392 Straßenausbau weiterentwickelt werden kann. Vor allem für den Straßenausbau kommen da 11,4 Millionen Euro zusammen. Geplant sind vier einzelne Abschnitte mit unterschiedlichen Grundstücksgrößen, wobei die Reihenfolge aber nicht festgeschrieben ist, wie der städtische Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm bei der Veranstaltung betonte.

Ob und in welchen Varianten die auf dem Tisch liegenden Planungen umgesetzt werden, werden weitere Prüfungen und Beratungen ergeben. Dabei spielt eine Rolle, wie die Finanzierung klappt und wie wirtschaftlich die Investitionen sein werden. Bedenken kamen am Montag vor allem zu der Verkehrsbelastung, die das Projekt für Luthe mit sich bringen wird.

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