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Große Wäsche für altes Stück

Steinhude Große Wäsche für altes Stück

Das Hemd ohne Naht erstrahlt im alten Glanz. Mit einem Reinigungs- und drei Spülgängen wurden im Fischer- und Webermuseum Knicke und Verunreinigungen aus dem etwa 300 Jahre alten Kleidungsstück beseitigt.

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Behutsam gehen Eva Jordan-Fahrbach (links) und Carina Wiemann ans Werk: Besucher staunen über das Ergebnis. 

Quelle: Lange-Schönhoff

Steinhude. Geschafft haben das die Braunschweiger Textilrestauratorin Eva Jordan-Fahrbach und Mitglieder eines Projektteams vom Historischen Seminar in Hannover. Sie hatten sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem um 1728 vom Steinhuder Weber Johann Henrich Bühmann gewebten Hemd ohne Naht beschäftigt. Nur mit lauwarmem Wasser und einem Waschmittel ohne Bleichmittel und optische Aufheller gingen die Experten ans Werk. Das Hemd wurde mit wenig Wasser bedeckt, das Waschmittel anschließend mit kleinen Schwämmen wieder herausgedrückt. Zum Trocknen wurde das Hemd auf eine Figurine gezogen, mithilfe eines Föns erfolgte die Trocknung. Diese machte die feine Webstruktur sichtbar. Nach 90 Minuten gab es zufriedene Gesichter.

„Die Reinigung gehört zu den Vorbereitungen unserer Sonderausstellung ,Stoff für Geschichte(n)‘. Das Hemd ohne Naht steht dabei im Mittelpunkt“, erläuterte Museumsleiterin Sandra Kilb. Ab Donnerstag, 27. August, können auch Besucher das kostbare Kleidungsstücke bewundern. Noch immer gibt es Rätsel auf. Auch Expertin Jordan-Fahrbach weiß nicht, wie Bühmann das Hemd erstellt hat. Man müsse wohl experimentieren, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Sie bestätigte aber, dass keine Nadel das Hemd je berührt habe, an den Fäden fehle jede Spur der fürs Nähen typischen Faserverletzungen, betonte sie. Neben dem Hemd gibt es in der Ausstellung weitere interessante Stücke alter Webkunst zu sehen. Unter anderem stellt die Großburgwedlerin Margrit Forstreuter-Künstler dem Museum einige „Wäscheträume“ zur Verfügung.

laf

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