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Grüne wollen K+S in die Pflicht nehmen

Bokeloh Grüne wollen K+S in die Pflicht nehmen

Die Grünen in der Regionsversammlung fordern eine frühzeitige Planung dazu, wie nach einem Ende des Kali-Abbaus im Werk Sigmundshall die Umweltauswirkungen kontrolliert und den Verursachern zugerechnet werden können.

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Der Kali-Berg in Bokeloh aus der Luft.

Quelle: Albert Tugendheim

Wunstorf. Gleichzeitig fordern sie auch Perspektiven für die Arbeitnehmer über das für 2020 erwartete Ende des Abbaus hinaus.

Die Asbestschlammhalde an der Adolf-Oesterheld-Straße in Luthe ist für die Grünen ein mahnendes negatives Beispiel. „Wir wollen auf gar keinen Fall ähnliche Probleme wie dort“, sagt der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Ulrich Schmersow. Sein Ziel ist: „Die Kosten und Lasten nach der Stilllegung dürfen nicht auf die Allgemeinheit verlagert werden.“ Denn die Kali-Unternehmen hätten in der Vergangenheit mit ihren Anlagen gutes Geld verdient. In ihrer Anfrage haben die Grünen außer Sigmundshall auch ein Bergwerk in Sehnde in den Fokus genommen, das gerade geflutet wird.

Umweltverbände fordern schon länger eine Reform des Bergrechts hin zu einer größeren Verantwortung der Betreiber für Anwohner und Umwelt. Die Grünen wollen wissen, welche Möglichkeiten die Region jetzt aber schon hat, die Lasten den Verursachern zuzuordnen. „Umweltauswirkungen müssen transparent gemacht werden und Bergbauunternehmen dauerhaft für die Nachsorge in die Pflicht genommen werden.“

Der Betreiber K+S will den Standort Bokeloh auch nach 2020 nicht ganz aufgeben. So soll die Rekalproduktion weiterlaufen. Für die Bergleute könnten sich Perspektiven ergeben, wenn das Werk Siegfried Kiesen bei Hildesheim wiedereröffnet wird. Eine Entscheidung darüber soll nach den Voruntersuchungen im nächsten Jahr fallen.

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