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Grüne streiten für besseren Radweg

Wunstorf Grüne streiten für besseren Radweg

Mit kleinen Verbesserungen des Radweges an der Südstraße entlang des Gebäudes der Psychiatrie-Klinik wollen sich die Grünen nicht zufrieden geben. Das haben sie im Ortsrat am Mittwochabend deutlich gemacht und dabei auch nicht den Zwist mit dem Gruppenpartner SPD gescheut.

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Es wird häufig sehr eng auf dem zu schnmalen Fuiß- und Radweg.

Quelle: Albert Tugendheim

Wunstorf. Ihr Wunsch: erst mal notdürftig den Radweg flicken und dann später einen neuen Beschluss fassen, der den Wegfall des Parkstreifens vorsieht und so Platz für einen ausreichend breiten Rad- und Fußweg schafft.

Nun kann das der Ortsrat nur empfehlen, entschieden wird im Verwaltungsausschuss. Auch die CDU schloss sich dem Grünen-Vorschlag an und änderte damit ein wenig ihre eigentliche Idee: den Radweg so weit herrichten, dass er der Verkehrssicherungspflicht genügt, und dann abwarten, bis die Nordumgehung fertig ist. So hatte es Manfred Gröne gefordert.

Nur die SPD hielt sich weitgehend an das, was die Verwaltung vorgeschlagen hatte und was für die SPD der Spatz in der Hand ist. Die Drucksache aus dem Rathaus sah vor, dem kombinierten Fuß-und Radweg einen komplett neuen Belag zu geben und die Einmündung von der Hindenburgstraße in die Südstraße für Busse zu erleichtern. Dazu sollte der Hochbord verändert werden. Den Wegfall auch nur eines Parkplatzes lehnt die Verwaltung ab. Um diese Kurvensituation zu entschärfen, würde die SPD allerdings auf einen Parkplatz verzichten.

Die Grünen sahen in der Verwaltungsvariante keinerlei Verbesserung für einen Weg, der eine Hauptverbindungsachse für Radfahrer und Fußgänger sein müsste, es aufgrund der Enge aber nicht ist. Zudem sei zu erwarten, dass künftig auch verstärkt ältere Menschen mit Rollatoren den Weg nutzen müssen, sagte Grünen-Sprecher Albert Schott. An der Hindenburgstraße entsteht gerade ein Seniorenheim. Den Wegfall der Parkplätze sehen die Grünen nicht als Problem an. Die Kundschaft der gegenüberliegenden Geschäfte parke dort ohnehin kaum. Die Kunden müssten die Südstraße überqueren - und die wird von 24.000 Autos pro Tag befahren.

Kommentar

Kommentar von Albert Tugendheim

Denkverbote: Nein danke

Das ist mal eine mutige Idee der Grünen: Parkplätze opfern, damit Radfahrer und Fußgänger einen komfor-tablen Weg in die Stadt und aus der Innenstadt heraus nutzen können. Aber mal ehrlich: Der bestehende Weg ist eine Zumutung. Und anstatt ihn neu zu pflastern darüber nachzudenken, wie die Bedingungen für diese Verkehrsteilnehmer verbessert werden können, ist eine gute Idee. Denkverbote sollte es nicht geben. An den Parkplätzen, um die es geht, hängt nicht das Wohl der Fußgängerzone. Und die SPD/Grünen-Gruppe muss auch nicht daran zerbrechen.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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