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Grüner Wall soll Luthe abschirmen

Luthe Grüner Wall soll Luthe abschirmen

Die CDU hatte ihre grundsätzliche Kritik schon angekündigt - und der Ortsrat Luthe hat den Bebauungsplan für neue Gewerbeflächen östlich der Adolf-Oesterheld-Straße am Mittwoch schließlich einstimmig durchfallen lassen.

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Der Ortsrat Luthe wehr sich gegen die Pläne aus dem Wunstorfer Rathaus.

Quelle: (Symbolbild)

Wunstorf. Das Gremium gab der Verwaltung außerdem einen Forderungskatalog mit auf den Weg, den die Fraktionsgemeinschaft von SPD und Grünen ausgearbeitet hatte.

Die Frage nach dem „Ob“ - die Änderung des Flächennutzungsplans - wurde im Ortsrat zwar mit Mehrheit gegen die Stimmen der CDU bejaht. „Wir haben eine deutliche Verantwortung dafür, dass Gewerbe angesiedelt werden kann“, betonte Uwe-Karsten Bartling, Sprecher von SPD und Grünen. Einhellige Kritik richtete sich allerdings gegen das „Wie“. Statt Ausgleichsflächen wie geplant weit verstreut zu verteilen, müssen sie nach Ansicht von SPD und Grünen so angelegt werden, dass die Luther davon profitieren.

Neupflanzungen westlich des Luther Waldes und ein Biotop könnten ein Gebiet für die Naherholung entstehen lassen und würden gleichzeitig den Ort vor Lärm und anderen Emissionen schützen - auch mit Blick auf die Bahntrasse, auf der bei einer Realisierung der sogenannten Alpha-Variante künftig der Zugverkehr deutlich zunehmen würde. Im Forderungskatalog befinden sich deshalb auch ein Grünstreifen und Lärmschutzwände direkt an der Bahn, ein Wall nördlich der Bundesstraße 441 bis zum Abzweig nach Schloß Ricklingen und eine Querungsmöglichkeit für Fußgänger an der Bundesstraße.

Die CDU hatte gefordert, mit dem Gewerbe generell einen größeren Abstand vom Luther Forst zu halten, und befürchtet ein Verkehrschaos, vor allem wenn Logistikbetriebe kommen. „Wir wollen standhaft bleiben und weiter dagegen sein“, kündigte Heinz-Gerhard Kück an. Er verwies darauf, dass es auch auf der anderen Seite der Adolf-Oesterheld-Straße - etwa beim wegziehenden Lidl-Logistikzentrum - noch genug Reserven für Gewerbeflächen gebe. Skepsis herrschte im Ortsrat auch, ob der angestrebte Bahn- und Schiffanschluss wegen der immensen Investitionen jemals zu realisieren sein wird.

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