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Fachmann schließt Totalschaden am Freibad aus

Wunstorf Fachmann schließt Totalschaden am Freibad aus

Die Reparatur des Freibads Bokeloh ist machbar - und sie wird voraussichtlich die Stadtkasse nicht sprengen. Mit dieser guten Nachricht hat Bäderfachmann Thomas Meyer von der Purena Consult eine Menge Schärfe aus der Diskussionsrunde zum Thema genommen.

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Fachmann Thomas Meyer bringt den gut 200 Zuhörern im Bokeloher Dorfkrug gute Nachrichten zum Bad.

Quelle: Kathrin Götze

Bokeloh. "Echte Transparenz, keine Lippenbekenntnisse", hatte Petra Wagner von der Initiative Freibad Bokeloh zu Beginn der Diskussionsrunde gefordert, zu der neben dem Fachmann auch Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt sowie Politiker von SPD, CDU, FDP und Grünen gekommen waren - und gut 200 sehr engagierte Zuhörer. Mit Fakten konnte Fachmann Meyer dienen: "Wir sind seit zwei Wochen im Freibad tätig, haben schon einige Fehlerquellen ausschließen können. Einen Totalschaden gibt es nicht."

Er stellte den Mitarbeitern ein gutes Zeugnis aus: "Baukörper, Leitungen und Technik sind gut gepflegt und soweit auf dem Stand." Sorgen mache aber der Wasserverlust, dessen Ursache inzwischen zwar eingegrenzt sei, aber noch nicht geklärt. Für Mittwoch ist eine Kamerafahrt durch die Leitung unter dem Becken geplant. Sollte der Fehler dort liegen, habe er unterschiedliche Lösungen parat, die nicht die Welt kosten müssten. Eine Reparatursumme wollte Meyer nicht nennen, auf Nachfrage sagte er, die Firma habe kürzlich ein ähnlich großes Bad für rund 250.000 Euro repariert. Auch für den Fall, dass das Becken undicht sei, gebe es inzwischen deutlich günstigere Lösungen als eine Stahlwanne, wie sie im Hallenbad installiert ist.

"Wenn es in dieser Größenordnung bleibt, ist mir nicht bange", sagte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt. Er habe sich selbst geärgert, dass der Schaden nicht früher bekannt geworden sei, nun müsse es aber um Lösungen gehen. Darin stimmten ihm die Politiker zu. "Von Schließung brauchen wir nicht mehr zu reden", sagte der Bokeloher CDU-Kandidat Axel Brockmann erleichtert. FDP-Mann Kurt Rehkopf betonte die Bedeutung des Bades weit über das Dorf hinaus. Bernd Reinhold (Grüne) zeigte sich erfreut über die Bürgerversammlung, regte an, diese Art der Beteiligung auch von städtischer Seite öfter anzubieten.

Er sei aber empört über Verdächtigungen, die insbesondere im Internet kursierten. So hatte es geheißen, man habe das Bad absichtlich verkommen lassen, um es zugunsten eines Zentralbades in Wunstorf aufgeben zu können. "Gerüchte und Spekulationen entstehen, wenn es an Transparenz fehlt", sagte Brockmann dazu. Und Initiatorin Marion Nowak zählte die Punkte auf, die das Vertrauen der Freibadfreunde erschüttert hatten: Von dem Ratsbeschluss, das Hallenbad in Wunstorf um ein Freibecken zu erweitern über die Kürzung der Öffnungszeiten bis zu den Schäden, die nacheinander gefunden worden waren. SPD-Vertreter Ulrich Troschke versicherte, von einer Schließung des Bades hätte man nur gesprochen, falls der Schaden nicht wirtschaftlich zu beheben sei.

Zum Schluss der Debatte gab Carsten Ens, der den Abend souverän und mit der richtigen Portion Leichtigkeit moderiert hatte, jedem auf dem Podium einen Zettel in die Hand. Er bat, darauf zu schreiben, wann das Bad wieder öffnen würde. Die einheitliche Antwort: "Am 1. Mai 2017".

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Von Kathrin Götze

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