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Landwirte formulieren Frust

Hagenburg Landwirte formulieren Frust

Der Verfall des Milchpreises machen den Landwirten große Sorgen. Sie haben Existenzängste. Landwirte aus dem Schaumburger Land haben diese jetzt gegenüber dem CDU-Bundestagsabgeordneten Maik Beermann geäußert. Die Landwirte erhalten pro Liter 27 Cent, nötig zur Kostendeckung wären 35 Cent. 

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Der Verfall des Milchpreises bereiten den Landwirten große Sorge.

Quelle: Archiv

Wunstorf. „Wie kann es sein, dass lediglich fünf Unternehmen in Deutschland den Preis für Milch bestimmen?“, machte Kreislandwirt Cord Lattwesen (Hohnhorst) seinem Frust Luft. Ins gleiche Horn stieß auch Milchviehhalter Jan-Wilhelm Tieste aus Hagenburg. Er kritisierte, dass für einen halben Liter Katzenmilch 79 Cent bezahlt wird und für einen Liter Trinkmilch 54 Cent. Die Landwirte erhalten pro Liter 27 Cent, nötig zur Kostendeckung wären 35 Cent.

Fatal ist auch die Entwicklung der Schweinepreise. „Aufgrund des Russland-Embargos findet derzeit keine Abnahme des russischen Marktes unserer hochwertigen Produkte statt“, resümieren Henning Bothe und Achim Pohl. Um kostendeckend produzieren zu können, brauche ein Landwirt für ein Mastschwein 170 Euro, gezahlt werden aber nur 128 Euro.

„Wenn wir in unseren ländlichen Räumen weiterhin die Landwirtschaft als Bereicherung verstehen wollen, dann bedarf es in einer solchen Notlage politischer Entscheidungen“, so Bundestagsabgeordneter Beermann. Er will ein Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt schicken und die Sorgen und Nöte der Landwirte aus dem Schaumburger Land deutlich machen.

Ebenso will Beermann Gespräche mit seinem Kollegen, dem agrarpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Franz-Josef Holzenkamp, und der Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium Maria Flachsbarth (beide aus Niedersachsen) suchen. „Was wäre unser ländlicher Raum ohne Landwirtschaft, die dafür sorgt, dass wir alle satt werden?“, fragte Beermann.

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Mit rund 200 Traktoren haben Landwirte am späten Sonntagabend vor dem Zentrallager von Edeka in Neuenkruge (Landkreis Ammerland) demonstriert. Fast vier Stunden lang fuhren sie nach Angaben der Polizei vor dem Eingang zu dem Lager auf und ab. 

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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