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Halde ist der Hit im Kaliwerk Sigmundhall

Tag der Offenen Tür Halde ist der Hit im Kaliwerk Sigmundhall

Ab auf den Berg: Das wollten am Sonnabend die Besucher beim Tag der offenen Tür im Kaliwerk Sigmundhall. Rund 8000 haben die Mitarbeiter bis zum Ende gegen 18 Uhr gezählt. Die meisten kamen wegen der guten Aussicht vom Kalimandscharo.

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Vom Kalimandscharo bietet sich ein fantastischer Blick – etwa auf die Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer.

Quelle: Lütjens

Bokeloh. Die Auffahrt auf die 175 Meter hohe Abraumhalde, im Volksmund auch Kalimandscharo genannt, war die Hauptattraktion des Tages. Dafür stellte das Werk 18 VW-Transporter zur Verfügung.

Die Besucher nahmen Wartezeiten von bis zu einer Stunde in Kauf. Die Schlange zog sich vom Werkseingang den Tienberg hinunter. Dafür wurden sie oben mit einem fantastischen Blick auf das Steinhuder Meer mit der Insel Wilhelmstein, den Deister und die umliegenden Ortschaften belohnt. Zahlreiche Erinnerungsfotos wurden geschossen. „Schau mal, da ist mein Haus", rief eine Besucherin begeistert.

Riesenandrang hat zum Tag der offenen Tür im Kaliwerk Sigmundshall geherrscht. Rund 8000 Menschen, schätzen die Mitarbeiter, haben das Werk in Bokeloh besucht.

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Hans-Joachim und Erika Dünkler kommen aus Staßfurt bei Magdeburg und sind zu Besuch in Wunstorf. „Bei uns gab es das erste Kalibergwerk der Welt mit den beiden Schächten von der Heydt und von Manteuffel", sagte Hans-Joachim Dünkler. Im Tagebau gibt es sogar ein Solebad, ergänzt seine Frau. „Ich finde es interessant, wie die Halde sich in zwei Jahren schon wieder verändert hat", meinte Cornelia Jaskula aus Wunstorf.

Das Kalibergwerk produziert Kalisalze als Düngemittel und bereitet Salze zur weiteren Verwendung auf. 773 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. In der Rekal-Anlage wird Aluminiumchlorid recycelt. Jährlich werden 2,4 Millionen Tonnen Rohsalz gefördert und 1,2 Millionen Tonnen auf der Halde abgelagert. Die Haldenmasse aus Abraum und Rekal-Rückständen umfasst rund 46 Millionen Tonnen. Die Haldenfläche beträgt 40 Hektar, der Umfang der Halde am Fuß 2,8 Kilometer. Das gesamte Werksgelände ist 73 Hektar groß. Seit 2002 wird die Nordseite der Halde begrünt, seit 2006 auch die Südwestflanke. Rund 163 unterschiedliche Pflanzen haben sich angesiedelt.

Unter Tage werde das Salz in Tiefen bis zu 1450 Meter abgebaut, Dort sei es um 60 Grad heiß, berichtete Mitarbeiter Henning Froböse. „Ich hatte keine Vorstellung von der Größe staunte Henning Bartels aus Meerbeck. Besucher konnten sich über den Abbau, Produktionsverfahren und Ausbildungsberufe im Kaliwerk informieren. Für alle gab es Tüten mit Spülmaschinen- und Kochsalz. Auch die Werkfeuerwehr war mit Darbietungen vertreten. Wer mochte, konnte sich bei den erstmals angebotenen Hubschrauber-Rundflügen die Halde von ober anschauen.

Von Anke Lütjens

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