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Segel-Weltmeisterschaft steht vor dem Beginn

Wunstorf Segel-Weltmeisterschaft steht vor dem Beginn

Erst am Montag um 11 Uhr soll der erste Startschuss der Segel-Weltmeisterschaft auf dem Wasser des Steinhuder Meeres ertönen - aber schon am Freitag hat der Betrieb beim Hannoverschen Yacht-Club deutlich zugenommen. Insgesamt 114 Mannschaften trafen nach und nach ein und machen die Boote startklar.

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Der Start der FD-Weltmeisterschaft im Hannoverschen Yacht-Club rückt näher: Im Hafen wehen schon die Flaggen.

Quelle: Sven Sokoll

Steinhude. "Bisher läuft alles gut", sagt Organisatorin Meike Greten am Vormittag. Schon am Donnerstag sind die ersten Rennjollen der Klasse Flying Dutchman vermessen worden, eine rund halbstündige Prozedur, bei der eine international besetzte Kommission ein genaues Auge auf alle Teile hat. Wenn Segel und Mast die richtigen Maße haben, kommt am Ende noch der gesamte Rumpf an die Waage. Jedes Gramm zählt, so erreicht das Schiff vom Shmuel Markhoff erst nach dem Auspendeln die notwendigen 131,5 Kilogramm.

"Für die Vermessung muss das Boot trocken sein, deshalb können die Segler erst dann zu einem Probeschlag auf das Meer aufbrechen", berichtet Friedhoff. Am Sonntag wird im großen Festzelt am Fischerweg schnell umgebaut - denn am Abend beginnt dort die offizielle Eröffnung mit 400 Gästen.

Seit Freitag weht auch eine ansehnliche Reihe von Länderflaggen am Hafen, denn immerhin 15 Nationen gehen an den Start, darunter auch Gäste aus Mexiko und Neuseeland. Die Mehrheit kommt aber aus Deutschland - sie nutzen die gute Gelegenheit mit einer Weltmeisterschaft im eigenen Land. Nicht alle Boote kommen in der Woche bei den Gastgebern unter, deshalb haben auch vier weitere Vereine in der Nähe Platz zur Verfügung gestellt.

Insgesamt sind neun Wettfahrten bis Sonnabend geplant, wobei die Segler nach der ersten Hälfte in eine Gold- und eine Silberflotte geteilt werden sollen. Elf Motorboote sorgen in erster Linie für die Sicherheit auf dem Wasser, doch auch die Schiedsrichter sind auf diese Weise im Feld unterwegs. "Insgesamt 30 Helfer sind so auf dem Wasser, insgesamt sind es rund 90", sagt Meike Greten. Sie ist ganz begeistert, dass nicht nur immer mehr Menschen ihre Unterstützung angeboten haben, sondern auch die Sponsorenliste auf 33 angewachsen ist. "Es ist wirklich toll sehen, was das hier in der Region auslöst."

Die Segler haben unterschiedliche Erwartungen

Johannes Brack vom gastgebenden Verein zählt mit seinem Steuermann Kilian König sicherlich zum Favoritenkreis: Immerhin haben die beiden im vergangenen Jahr bei der WM in Sydney den dritten Platz ersegelt, waren erste der deutschen Rangliste und haben nun noch den Heimvorteil. Brack hat aber großen Respekt vor den elffachen Titelträgern Szabolcs Majthényi und András Domokos aus Ungarn, die wieder am Start sind. "Man muss gut vorbereitet sein. So relativ früh in der Saison spielt gerade bei Starkwind eine große Rolle, wer schon wieder die nötige Routine hat." Deshalb ist eine Gruppe aus Steinhude schon früh im Jahr nach Spanien gefahren, um sie zu erlangen.

Für Dieter Mader und Mike Bittner aus Franken sind die Ziele bei der WM anders gesteckt: "Wir wollen die Kameradschaft hier erleben - und sehen, ob wir vielleicht von den besseren Seglern lernen können", sagt Bittner. Selbst fehlt ihnen die notwendige Zeit, ständig an ihrem Können auf dem Wasser zu feilen. Am Freitag polieren sie zumindest ausgiebig das Unterwasserschiff, damit dort nichts bremst.

Zu den internationalen Gästen zählen Miroslav Hackl und Petr Jelinek aus Tschechien, die ebenfalls den Mast setzen und ihr Boot startklar machen. Sie sind schon zum zweiten Mal am Steinhuder Meer und freuen sich auf das, was nun kommt.

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Von Sven Sokoll

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