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Heim arbeitet noch am Frieden

Steinhude Heim arbeitet noch am Frieden

Nach der Aufregung um den Bau im vergangenen Jahr ist am neuen Wohngebäude des Charlottenhofs an der Straße In der Heide mehr Ruhe eingekehrt. Ganz ausgeräumt seien die Probleme aber noch nicht, erfuhr der Landtagsabgeordnete Sebastian Lechner (CDU) am Freitag während seiner Sommertour.

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Der Abgeordnete Sebastian Lechner (Mitte) spricht am Charlottenhof-Neubau mit Eigentümerin Heike Fritsche-Huth und CDU-Kommunalpolitiker Manfred Wenzel.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. „Wir sind bestrebt, ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft zu haben“, betonte Eigentümerin Heike Fritsche-Huth. Von den psychisch erkrankten Bewohnern gehe auch keinerlei Gefahr aus, sagte sie. „Behinderte brauchen unsere Hilfe und müssen dafür auch gut untergebracht sein.“

Heimleiterin Susan Pinkert schilderte dennoch, dass es vereinzelt noch Reibereien gibt. Irritiert war sie, dass eine Arztpraxis kategorisch gesagt hat, sie wolle die Patienten vom Charlottenhof nicht betreuen. Ansonsten gebe es aber eine gute Zusammenarbeit mit anderen Akteuren.

In der neuen Wohngruppe können bis zu 15 Patienten betreut wohnen, die ihren Alltag vergleichsweise selbstständig abwickeln können. Intensivere Betreuung brauchen die zehn Bewohner einer Gruppe an der Straße An den Fuhren. Dort befindet sich neuerdings auch eine Beschäftigungstherapie, die Lechner ebenfalls besuchte.

Für den Großenheidorner Teil der Einrichtung habe es keinerlei Probleme mit der Nachbarschaft gegeben, betonte Geschäftsführer Manfred Jördens. Er berichtete auch, dass der Charlottenhof ursprünglich den Plan gehabt habe, alle seine 73 Wohnplätze im Stadtgebiet unter einem Dach unterzubringen. Das Landessozialministerium habe aber dringend gebeten, mit kleineren Einheiten in den Wohngebieten zu bleiben - im Sinne der Inklusion. „Mit dem Gegenwind vor Ort habe wir dann aber nicht gerechnet.“ Für Lechner ist das ein sehr typischer Vorgang bei solchen Projekten. „Man kann den Leuten mit Vorbehalten nur raten, es sich hier anzugucken.“

Mehr Segler wünschen sich Rundum-Service

Der Markt für edle Holzboote ist klein und exklusiv – doch die Steinhuder Bootswerft Bopp & Dietrich bedient sie jetzt seit 30 Jahren mit Erfolg. Rund 130 Neubauten haben in dieser Zeit die Hallen am Steinhuder Fischerweg verlassen. Von der hohen Qualität des Betriebs zeugt der Umstand, dass die Auszubildenden drei Bundessiege und einen Landessieg bei den Berufswettbewerben errangen. Inhaber Christian Dietrich bedauert, dass viele Segler in den vergangenen Jahren das Steinhuder Meer verlassen haben. Er folgt aber auch neuen Trends. Weil die verbliebenen Segler älter geworden sind, lassen viele mittlerweile die ganze Arbeit zu Saisonstart und -ende von Profis machen. So gewinnt auch das Winterlagergeschäft für Dietrich an Bedeutung. „Ich habe dafür noch zwei Hallen angemietet.“ Auch die Nachfrage nach Booten mit Elektro-Motoren steigt, die anders als Benziner auf dem Steinhuder Meer zugelassen sind: Ein neuer Prototyp dafür entsteht im Betrieb. Einen Wunsch an die CDU-Politiker um Sebastian Lechner, die ihn gestern besuchten, hatte er wohl: Er kann nicht einsehen, warum er eine Fremdenverkehrsabgabe zahlen muss. „Die Betriebe in Hagenburg und Mardorf müssten das nicht“, betonte er. Der Bootsbauer will sich in den nächsten Jahren etwas aus dem Geschäft zurückziehen. Ganz aufzuhören, das kann er sich aber noch nicht vorstellen.

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