Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Auch Polen sprechen von Vertreibung

Wunstorf Auch Polen sprechen von Vertreibung

Die Reihe lichten sich, doch der Heimatkreis Arnswalde hat sich am Wochenende auch zum 57. Mal in der Patenstadt Wunstorf getroffen. Gut 20 Vertriebene trafen sich am Sonntag bei einem Empfang in der Abtei. Sie hörten unter anderem Neues bei der historischen Bewertung ihres Schicksals.

Voriger Artikel
Feuerwehr enthüllt neues Fahrzeug
Nächster Artikel
Stadt setzt Austausch von Laternen fort

Heimatkreisbetreuer Jochen Ulrich spricht beim Arnswalder Treffen in der Wunstorfer Abtei.

Quelle: Sven Sokoll

Wunstorf. Der Heimatkreisbetreuer Jochen Ullrich berichtete, dass die Organisation nach längerer Pause wieder offizielle Kontakte mit der heute polnischen Stadt Choszczno aufgenommen hat. "Da hat sich jetzt wieder etwas entwickelt", stellte er erfreut fest. Ebenso wie die Tatsache, dass die ehemaligen deutschen Bewohner in einer offiziellen Broschüre der Stadt als "Vertriebene" bezeichnet werde: "Bisher war dieses Wort von polnischer Seite völlig verpönt", sagte Ulrich.

Von den heute noch 600 Lesern des Rundbriefs lebt heute niemand mehr in Wunstorf. Auch sein Archiv hat der Heimatkreis gerade aus der Patenstadt abgezogen, es lagert derzeit überwiegend in Kartons. Die Bestände werden gerade systematisch erfasst und digitalisiert und sollen dann ins Archiv der Stiftung Brandenburg in Fürstenwald übergehen.

Die Digitalisierung ist eine wichtige Voraussetzung, um Abfragen künftig zu beschleunigen. "Wir wollen versuchen, das Archiv möglichst bald wieder nutzbar werden zu lassen", kündigte Silke Lüders in ihrem Bericht dazu an. Der Heimatkreis sammelt auch Spenden, um das realisieren zu können. Ullrich rief alle aber auch dazu auf, dem Archiv auch künftig Nachlässe von Arnswaldern zu überlassen.

Von Sven Sokoll

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sou12065oi1e3senhn4
Engelsflügel haben es in Innenstadt geschafft

Fotostrecke Wunstorf: Engelsflügel haben es in Innenstadt geschafft