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Archäologie steht bei Reihe im Mittelpunkt

Wunstorf Archäologie steht bei Reihe im Mittelpunkt

Zum Auftakt der Vortragsreihe des Heimatvereins Wunstorf für das Winterhalbjahr spricht Professor Manfred Rasche zum Thema "Archäologie verändert die Geschichtsschreibung von Wunstorf". Der Vortrag beginnt am Donnerstag, 10. November, um 19 Uhr im Info des Heimatvereins.

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Das Thema Archäologie steht bei der Vortragsreihe des Heimatvereins im Vordergrund.

Quelle: Tschörner

Wunstorf. Mit Hilfe der Archäologie wurden in den vergangenen Jahren neue Erkenntnisse zur Historie der Stadt gewonnen. In Verbindung mit einer neuen Bewertung von bereits Bekanntem ergeben sie ein anderes Bild von Wunstorfs früher Geschichte. Diese muss, nach Rasches Meinung, neu geschrieben werden.

Wunstorf entstand weder aus der Siedlung einer Missionsmannschaft, noch aus einem Bauerndorf. Auch die angebliche Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1261 war nach Rasches Ansicht nicht die Initialzündung der Stadt. Wunstorf wurde bereits im 11. Jahrhundert als städtische Siedlung angelegt, in der überwiegend Handwerker und Händler lebten. Es war eine Stadt des Stiftes beziehungsweise der Äbtissin. Die Entwicklung zur Ackerbürgerstadt setzte erst ein, als Handel und Wandel zurückgingen. Damit ist spätestens ab dem 16. Jahrhundert zu rechnen.

Ronald Reimann setzt die Reihe am Donnerstag, 12. Januar, fort. "Wie entsteht Archäologie?" lautet sein Vortragsthema. Er zeigt gesetzliche Bestimmungen auf und skizziert den verwaltungstechnischen Ablauf, wie es zu einer Grabung kommt oder Archäologie als Baubegleitung und mit Hilfe von Baggersondagen vorgenommen wird. Außerdem geht Reimann auf wissenschaftliche Auswertungen sowie Restauration und Archivierung von Fundstücken ein.

Über "Grabungen im Hildesheimer Dom" berichtet Helmut Brandorff am Donnerstag, 9. Februar. Daran hat er selbst mitgearbeitet. Der Hildesheimer Dom gehört zu den Orten in Niedersachsen, die am längsten bebaut sind.

Am Donnerstag, 9. März, stellt Marion Heumüller vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege die "Moorlandschaft am Steinhuder Meer" aus Sicht des Landesamtes vor. Ihr Kollege Friedhelm Wulf spricht am Donnerstag, 13. April, über "Ergebnisse der Grabungen bei der Erschließung des Baugebietes Luther Forst". Dort wurden in einem Siedlungsgebiet Spuren gefunden, über die bisher noch nichts bekannt war.

Alle Vorträge beginnen um 19 Uhr im Info des Heimatvereins im Untergeschoss des Rathauses. Der Eintritt ist frei.

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