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Hergt: Spitze des Eisbergs

Luthe Hergt: Spitze des Eisbergs

Nach dem Bericht der Leine-Zeitung über die vielfach tödlichen und gesundheitlichen Folgen der Asbestproduktion bei Fulgurit kritisiert Linken-Ratsherr Rüdiger Hergt, dass das Thema in der Öffentlichkeit zu wenig thematisiert wird.

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„In Luthe spricht man aber von mehr als 500 Toten“, sagt Rüdiger Hergt.

Quelle: Rocktäschel

Wunstorf. Der Luther hat sich im Zusammenhang mit der Halde viel mit dem Thema Asbest beschäftigt und teilt die Einschätzung, dass die genannten Zahlen nur die Spitze des Eisbergs darstellen.

Eine Zentralstelle der Berufsgenossenschaften hat seit 1972 unter den Beschäftigten des Luther Werks anerkannte 534 Berufskrankheiten registriert. 168 Menschen sind daran gestorben. „In Luthe spricht man aber von mehr als 500 Toten“, sagt Hergt.

Er wundert sich darüber, dass diese schwere Belastung in der Öffentlichkeit wenig thematisiert wird und auch die Betroffenen kaum aktiv geworden sind. So gibt es in Wunstorf zum Beispiel keine Selbsthilfegruppe. „Das Tragische ist, dass das alles immer als ganz normal galt. Fulgurit war ja schließlich auch der größte Arbeitgeber. Es schien niemanden zu stören“, sagt Hergt.

Sorgen bereiten dem Linken-Ratsherrn zudem die zahllosen Asbestscherben, die vielerorts noch in der Landschaft liegen. Er wünsche sich, dass Stadt und Region darüber offensiver informieren, sagt er. Er hält es etwa für notwendig, dass Asbest an mehr Orten als bisher legal entsorgt werden kann. Sonst werde es immer wieder dazu kommen, dass Platten in der Landschaft landen, meint Hergt.

Die Haldenabdichtung, die die Region für das nächste Jahr plant, kann aus Hergts Sicht nur eine Zwischenlösung sein. Mit einem Bekannten entwickelt er einen Vorschlag für eine dauerhafte Lagerung des Asbestmülls. Diesen will er demnächst vorstellen.

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