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Dem Hölty-Gymnasium fehlen Lehrer

Wunstorf Dem Hölty-Gymnasium fehlen Lehrer

Fächer entfallen, Arbeitsgemeinschaften müssen zurückstehen: Wegen einer schlechten Unterrichtsversorgung hat die Schulleitung des Hölty-Gymnasiums zu Beginn des Schuljahres einige Einschnitte vornehmen müssen. Leichtere Verbesserungen sind noch zu erwarten.

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Dem Hölty-Gymnasium fehlen Lehrerstunden.

Quelle: howe

Wunstorf. Unter anderem sind aus dem Kollegium derzeit 14 Lehrer in Mutterschutz oder Elternzeit. "Das ist ein sehr hoher Wert", sagt Schulleiter Thomas van Gemmern. Im Mai sind nur zwei neue Stellen besetzt worden. Zum Ende des Schuljahres durften zwei weitere Stellen ausgeschrieben werden, von denen bisher aber nur eine besetzt ist. "Außerdem haben wir Vertretungsmittel für kurzfristige Verträge bekommen." Für Musik können damit wohl bald zwei Vertretungslehrer anfangen, für Kunst läuft das Verfahren noch. "Ansonsten müssen wir hoffen, dass wir zum Februar weitere Stellen bekommen."

Von den Unterrichtskürzungen in den Jahrgängen 5 bis 10 sind - in wechselnden Konstellationen - die Fächer Kunst, Musik, Chemie, Physik, Erdkunde, Politik, Religion und Sport betroffen, die teilweise ganz entfallen oder nur ein Halbjahr lang erteilt werden. Am stärksten trifft die Kürzung den neunten Jahrgang mit insgesamt vier Jahreswochenstunden weniger in den Fächern Kunst, Erdkunde und Religion. In der Oberstufe musste das Unterrichtsangebot nicht eingeschränkt werden.

"Bei den Arbeitsgemeinschaften haben wir versucht mit Bedacht vorzugehen", betont der stellvertretende Schulleiter Udo Menski. Bei den Musikensembles wäre eine Unterbrechung sehr problematisch. "Deshalb hoffen wir, dass wir dieses Angebot mit den Vertretungskräften erhalten können."

Van Gemmern betont, dass die Probleme nicht durch die Fusion mit dem Steinhuder Gymnasium zum Schuljahresbeginn ausgelöst worden sind. "Sie kommen so aber natürlich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt." Denn viel Planungsarbeit muss auch noch geleistet werden, wie die gemeinsame Arbeit künftig organisiert wird.

Nachdem sie Klagen von Eltern vernommen hat, hat die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Rat das Thema Unterrichtsversorgung für die nächste Schulausschusssitzung am 7. September beantragt. Die Landesschulbehörde soll dazu Daten liefern, wie die Lage an den Schulen insgesamt ist. Eine Sprecherin der Behörde sagt, dass wegen der noch laufenden Besetzungsverfahren derzeit auch noch keine verlässlichen Angaben zur Unterrichtsversorgung an den einzelnen Schulen möglich sei.

Dramatisch ist es aber zumindest offenbar nicht überall: "Wir sind gut versorgt", teilt die Leiterin der Otto-Hahn-Schule, Helga Radtke, mit. Sie konnte zum Schuljahresbeginn fünf neue Kollegen für die Haupt- und Realschule einstellen.

Von Sven Sokoll

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