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Holzspieß in Spätzle gefunden

Wunstorf Holzspieß in Spätzle gefunden

In einem Essen der Klinikkantine ist ein Holzspieß gefunden worden. Nachforschungen ergaben, dass ein Zulieferer der Regionsküche schuld daran war.

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Spätzle an sich schmecken - aber nur ohne Holzspieß drin.

Quelle: Bernd von Jutrczenka (Symbolbild)

Wunstorf. Da war der Leser unserer Zeitung und gelegentliche Nutzer der Kantine der Psychiatrie-Klinik entsetzt: Als er sein Mittagessen, eine Spätzlepfanne, zu sich nahm, hatte er plötzlich ein etwa vier Zentimeter langes Holzstück im Mund. Er beschwerte sich bei der Essensausgabe, wo ihm angeboten wurde, ein Essen umsonst zu bekommen. Das allerdings helfe ihm nicht weiter, sagte er. Ohnehin, so schilderte er uns wenig später, habe die Qualität des Essens abgenommen, seit im vergangenen Jahr dieses nicht mehr in der Wunstorfer Klinikküche zubereitet werde. Nach der Wahrnehmung des Lesers sei auch die Zahl der Essensgäste von außerhalb deutlich zurückgegangen.

Im Frühjahr hatte das Klinikum der Region Hannover eine neue Zentralküche im Regionsklinikum Empelde in Betrieb genommen. Diese ersetzt die dezentralen Küchen der einzelnen Krankenhäuser. Deutschlands größte Krankenhausküche bereitet täglich bis zu 12.000 Mahlzeiten - Frühstück, Mittag- und Abendessen - zu. Gekocht wird nach dem Cook-and-chill-Verfahren. Das Essen wird frisch gekocht, dann gekühlt, in speziellen Behältern in die elf Kliniken transportiert und auf den Stationen erwärmt - so auch in Wunstorf.

Auf Nachfrage dieser Zeitung hat die Klinikküche den Fall mit dem Holzspieß recherchiert. Dabei kam heraus, dass sich dieser in einer zugelieferten und verpackten Charge Gemüse befunden hatte. „Diese Vorfälle sind ärgerlich, aber leider nicht 100-prozentig vermeidbar“, sagte Klinikumssprecher Bernhard Koch. Dem Lieferanten gegenüber sei das reklamiert und eine Stellungnahme inklusive Maßnahmen zur Vermeidung eingefordert worden. „Unsere Qualitätsrichtlinien sehen vor, dass Lieferanten, bei denen sich ein solcher Fehler wiederholt, ausgelistet werden“, erläuterte Koch. Im vorliegenden Fall sei es das erste Vorkommnis mit dem Zulieferer.

Dass die Zahl der externen Esser abgenommen habe, sei für die erste Zeit nach der Umstellung richtig, bestätigte Koch. Allerdings bewege sie sich inzwischen wieder auf Vorjahresniveau. In der Zeit direkt nach der Umstellung hatte es aus allen Kliniken Kritik gegeben.

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Von Redakteur Albert Tugendheim

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