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Sorgen der Bürger über Asbesthalde bleiben

Wunstorf Sorgen der Bürger über Asbesthalde bleiben

Vertreter der Region Hannover sowie des für Messungen an der Asbesthalde zuständigen Ingenieurbüros konnten die Bedenken von Luther Bürgern zu den Arbeiten auf der Asbesthalde nicht zerstreuen. Sie bezweifeln ihre Sicherheit und bemängeln, dass einige Bauarbeiter keine Schutzkleidung tragen würden.

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Die Arbeiten an der Asbesthalde schreiten voran. Bürger machen sich Sorgen.

Quelle: Rita Nandy

Luthe. Dazu hatte Rüdiger Hergt von der Bürgerinitiative eingeladen. Anlass war, dass Unruhe unter Luther Bürgern über den Verlauf der Sanierungsarbeiten an der Asbesthalde herrscht. Die zur Straße hin aufgerissene Flanke, Bagger und Raupen auf Asbestzementscherben sowie Bauarbeiter ohne Schutzkleidung: Das bereitet den Menschen Sorgen.

Dazu kommt, dass vor der Behelfsampel in Höhe der Ampel täglich Tausende von Autofahrern anhalten müssen. Diese war eingerichtet worden, weil die Adolf-Oesterheld-Straße infolge von Rammarbeiten aufgerissen ist. Sind sie  vor Asbestfasern oder -staub, der durch die Arbeiten entstehen kann, geschützt? Die Bürger befürchten zudem, dass bei Wind Fasern in die Luft gelangen könnten. Hergt bemängelte zudem fehlende, eindeutige Warnschilder.

Ingenieur Andreas Lampe vom Ingenieurbüro Dr. Kerth+Lampe aus Detmold ist für Projektsteuerung und Messungen zuständig. Seit Beginn der Arbeiten im Januar gab es an neun Messpunkten, fünf im Bereich der Halde und vier im Umfeld, insgesamt 400 Messungen. Das betrifft einen Zeitraum von 65 Tagen. Lediglich am 7. und 13. Juli sei der Grenzwert von 500 Fasern pro Kubikmeter Luft nahezu erreicht, der Radweg daraufhin gesperrt worden. An den Tagen wurde direkt an der Messstelle gearbeitet. Ansonsten hätten sie meist unter 200 gelegen. "Die Messungen im Umfeld haben in 15 Wochen noch keine Auffälligkeiten ergeben", sagte Lampe.

Annette Klemm vom Fachbereich Umwelt der Region räumte ein, dass der Grenzwert von 500 Fasern für Innenräume gelte, weil es für Halden keine gäbe. Für den Schutz der Arbeiter gelten strenge Auflagen, Maschinen seien mit speziellen Filtern ausgestattet. Außerdem sei nicht das ganze Gelände Schwarzbereich (kontaminiert). Das Haldenmaterial werde zudem befeuchtet.

Klemm argumentierte, dass die Sanierung der Halde unumgänglich sei, weil durch Sickerwasser Arsen im Grundwasser frei werden könnte. Derzeit seien Umlagerungen im Gange, um die Halde zu modellieren. Die Wände werden mit Gabionen, das sind mit Steinen gefüllte Drahtkäfige, stabilisiert. Abschließend werde die Halde mit Kunststofffolie und Erde abgedeckt und schließlich begrünt. Die Arbeiten sollen Ende diesen Jahres abgeschlossen sein.

"Wir haben nicht das Gefühl, dass alles für unsere Sicherheit getan wird", lautete das Fazit der Bürger. Ihrer Ansicht nach hätte die Halde unangetastet bleiben sollen.

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