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Ironie gehört bei Maybebop dazu

Ausverkaufte Konzerte Ironie gehört bei Maybebop dazu

Die A-cappella-Formation aus Hannover und Berlin begeistert bei zwei Konzerten im Stadttheater mit breitgefächtertem Musikkabarett.

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Quelle: Rita Nandy

Wunstorf. Vier Garanten für einen gelungenen Abend: Jan Bürger, Oliver Gies, Sebastian Schröder und Lukas Teske, kurz Maybebop. Mit ihren ausgezeichneten Stimmen, pointierten Texten und jeder Menge Humor lösten die vier Jubelstürme im Stadttheater aus. Beide Konzerte der A-cappella-Formation aus Hannover und Berlin waren am Wochenende ausverkauft.

Für Unmut sorgte zu Beginn am Sonnabend einzig, dass nicht alle Besucher einen Platz in ihrer gebuchten Kategorie fanden. Doch der Ärger darüber dürfte sofort verflogen sein, als das Quartett auf die Bühne trat. Es startete mit seinem Lied „Das darf man nicht“ - zugleich Name ihres neuen Programms. Die Rede ist von alltäglichen Dingen, die man trotzdem tut: „Den Müll nicht getrennt, bei Rot die Straße gequert“.

Zwei Stunden bot Maybebop dem Publikum ein Musikkabarett mit einer Mischung aus ironischen und auch feinfühligen Liedern. Kräftigen Applaus gab es für ihre Persiflage auf Musikergrößen wie Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg und Heino. Den erhielt auch Carsten Klug aus Luthe, der gemeinsam mit Maybebop „Country Roads“ von John Denver auf der Bühne performte.

Prompt hagelte es in der Pause Anfragen von Leuten, die ihn für ihren Chor gewinnen wollten. Dem Hobbysänger gefallen die Stimmen der vier sowie zwischendurch die unterhaltsamen Comedy-Einlagen. In Hannover hat er die Band bereits zweimal erlebt. So kannte er auch ihr Improvisationstalent. Aus zugerufenen Begriffen wie Leichenschmaus, Fischbrötchen, Inklusion, Bananenschale, FC Bayern und die schönste Innenstadt der Region zauberte Oliver Gies minutenschnell einen amüsanten Spielbericht von Hannover 96 gegen die Bayern.

Zum Schluss gab es eine Hommage an Deutschland mit Bezug auf die aktuelle Flüchtlingssituation, Terrorwarnungen und die Stimmungsmache. Diese Problematik veranlasste die Band, mit ihrem CD-Verkauf die Initiative „seawatch“, die im Mittelmeer Flüchtlinge aus Booten rettet und medizinisch versorgt, zu unterstützen. Gut gefiel ihnen auch das Flugkraft-Projekt gegen Kinderkrebs, das sich im Foyer präsentierte.

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